Für Immunsystem und Stimmung – Raus auch bei nasskaltem Wetter

Unser Immunsystem dankt regelmäßige Bewegung draußen in der Natur – und das ganzjährig. Bei jenen, die sich das ganze Jahr über im Freien moderat bewegen, das heißt mit einer Intensität, bei der man sich noch gut unterhalten kann, ist das Immunsystem nachweislich weniger infektanfällig. Wie heißt es im Sprichwort: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Bekleidung“.

Im Herbst und Winter, wenn es draußen unwirtlich kalt und neblig ist, da ist es auch für aktive Menschen oft verlockender in der warmen Stube hocken zu bleiben. Aber wer sich zu einem Spaziergang oder Lauf draußen überwindet, der fühlt sich danach umso besser. Die Bewegung hat viele gute Effekte auf die Gesundheit. Wer regelmäßig losmarschiert, tut nicht nur der Abwehrkraft Gutes, sondern trägt auch zur Krebsvorbeugung bei. Körperlich Aktive haben ein geringeres Risiko, an Krebsarten wie Brustkrebs oder Darmkrebs zu erkranken, bestätigen aktuelle Studien. Auf Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskulatur wirkt moderate Bewegung ebenfalls positiv. Durch das Gehen etwa findet eine Stoßbelastung der Wirbelsäule statt, die einen positiven Reiz für die Knochen bewirkt und so zur Osteoporose-Vorbeugung beiträgt. Außerdem darf beim Joggen oder Walken Stress abrieseln, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf werden angeregt. Die Bewegung hilft öfter aus einem Stimmungstief oder milden Winterblues heraus. Das Gehirn wird gut durchblutet und mit Sauerstoff versorgt, das fördert die Denkleistung.

Outdoorsport auch im Herbst und Winter

Kurze Tage, nasskaltes Wetter und vielleicht ein paar Minusgrade schlagen so manchem auf das Gemüt. Hier einige Tipps, damit das Laufen und Walken, sprich Ausdauertraining, auch in der kalten Jahreszeit ungetrübt bleibt oder man den inneren Schweinehund leichter überwinden kann:

  • Die ersten Minuten beim Joggen nur gehen, bis die Muskeln erwärmt sind. Bei Minusgraden ist es optimal durch die Nase zu atmen, weil dadurch die Luft erwärmt und angefeuchtet wird.
  • Passendes Nordic Walking-Schuhwerk muss die optimale Dämmung für den gewählten Untergrund haben und vor Nässe und Kälte schützen. Für das Joggen im Winter empfehlen sich Laufschuhe mit höherem Grip, etwas ausgeprägterer Dämpfung, Nässe- und Kälteschutz durch festes und atmungsaktives Obermaterial.
  • Kleidung nach dem Zwiebelschalenprinzip: Direkt am Körper anliegende Funktionswäsche tragen. Sie transportiert den Schweiß von der Haut weg und verhindert das Auskühlen. Darüber kann es etwa eine Fleece- oder Shoftshell-Jacke sein, die wärmeisolierend wirkt. Die äußere Schicht muss Wind und Wasser abweisen können. Handschuhe, Mütze und Stirnband sind bei Kälte empfehlenswert. Wir verlieren viel Wärme über den Kopf, Ohren und Hals sind entzündungsgefährdet, daher immer auf gute Kopfbedeckung und Halstuch oder Rolli achten. Nützlich ist auch ein dünnes Halstuch, das Mund und Nase schützt. Wer gerne im Dunklen läuft, braucht reflektierendes Material an der Kleidung und eine Stirnlampe. 
  • Auf das Trinken nicht vergessen: Auch beim Training in der Kälte verliert der Körper Wasser. Daher ausreichend Wasser oder Isotonisches trinken. 
  • Wer sich durch einen leichten Infekt oder andere Gründe nicht voll fit fühlt, sollte mit dem Sporteln pausieren.
  • Nach dem Laufen oder Walken beanspruchte Muskulatur dehnen und entlasten. Am besten in wärmerer Umgebungstemperatur, damit der Körper nicht zu sehr auskühlt.
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