Das Weblog von Ärztinnen und Ärzten aus Oberösterreich

Wenn der Hals schmerzt

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Dr. Ursula Hammel

Ein Kratzen in der Kehle, Probleme beim Schlucken, Heiserkeit und eine belegte Stimme sind der Anfang von Halsschmerzen, die meistens eine Erkältung ankündigen. Weitere Erscheinungen können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sein. Bei Erwachsenen treten Halsschmerzen etwa zwei- bis dreimal pro Jahr auf. Wesentlich häufiger davon betroffen sind Kinder und Jugendliche. Auch wenn sie sehr unangenehm sind, sind sie meist nicht von langer Dauer. Unterschieden werden bei Halsschmerzen u.a. Rachenschleimhaut-, Stimmband-, Luftröhren- oder Mandelentzündung. Je nachdem wo der Schmerz auftritt, lassen sich unterschiedlichste Krankheitserreger diagnostizieren. Beispielsweise werden entzündete Mandeln meist von Bakterien hervorgerufen. Vergehen Halsschmerzen nicht innerhalb weniger Tage bzw. treten die üblichen Erkältungssymptome nicht auf, kann es sich auch um ernstere Krankheiten handeln, z.B. Scharlach, pfeiffersches Drüsenfieber oder eine Refluxerkrankung – wobei letzteres gar nicht so selten vorkommt! Der Hausarzt sollte unbedingt aufgesucht werden, um durch eine genaue Diagnose die bestmögliche Behandlung einleiten zu können. „Normale“ Halsschmerzen lassen sich aber durchaus gut mit Lutschtabletten, Gurgellösungen oder Rachensprays therapieren. Zudem sollten die Patienten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, aufs Rauchen verzichten, wenig sprechen und sich Ruhe gönnen.

Dr. Ursula Hammel ist Ärztin für Allgemeinmedizin in Schärding.

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