Das Weblog von Ärztinnen und Ärzten aus Oberösterreich

Magengeschwür durch Bakterien

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Dr. Andrea Gruber

Ein Magengeschwür beginnt häufig mit einer Gastritis, also einer Entzündung der Magenschleimhaut. Der aggressive, aber für die Verdauung nötige Magensaft greift die schützende Magenschleimhaut an und zerstört diese schrittweise, es bildet sich ein Geschwür. Bei der Entstehung dieses Prozesses spielt das Bakterium Helicobacter pylori eine große Rolle, das sich beim Großteil der Betroffenen nachweisen lässt. Allerdings gilt umgekehrt: Nur ein kleiner Teil der vielen Träger dieses Bakteriums bekommt einmal ein Magengeschwür. Weitere Faktoren für Magengeschwüre sind eine genetische Veranlagung, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Stress oder ungesunde Ernährung. Auch schmerz- und entzündungshemmende Medikamente können – regelmäßig eingenommen – zu einer Gastritis und folglich zu einem Magengeschwür führen. Man sollte daher auch rezeptfreie Präparate immer ärztlich abklären. Mehr zu Symptomen und Behandlung erfahren Sie im nächsten Ärztetipp.

Dr. Andrea Gruber ist Ärztin in der Abteilung für Innere Medizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz.

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