Das Weblog von Ärztinnen und Ärzten aus Oberösterreich

Kinder: Zu viel Bildschirm schadet

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Dr. Isabelle Hetzmannseder

Fernseher, Computer und Spielkonsolen ziehen Kinder oft magisch an. Doch zu viel davon tut Buben und Mädchen gar nicht gut, vor allem nicht im Vorschulalter. In diesem Zeitraum ist das kleine Gehirn eine regelrechte Baustelle, unzählige Nervenverknüpfungen entstehen. Soziale, motorische, sprachliche und geistige Fähigkeiten bilden sich heraus. Jene, die das Kind intensiv trainieren kann, legt das Gehirn dabei stärker an als solche, die vernachlässigt werden. Um die genannten Fähigkeiten zu entwickeln braucht es menschliche Beziehungen, emotionale Rückmeldungen und Erfahrungen mit allen Sinnen – nicht nur durch Sehen und Hören, sondern auch durch Tasten, Schmecken und Riechen. Auch das beste interaktive Computerprogramm kann hier die reale Welt nicht ersetzen. Das heißt: Eine halbe Stunde Bildschirm pro Tag reicht, bei älteren Volksschulkindern maximal eine Stunde. Und unter dreijährige Kinder sollen überhaupt nicht vor dem Bildschirm sitzen. Die Alternativen: spielen und toben im Park, Kuchenbacken mit Oma, sich verkleiden mit Mamas ausrangierten Kostümen, mit bunten Farben kleine Kunstwerke schaffen, Gute-Nacht-Geschichte von Papa ...

Dr. Isabelle Hetzmannseder ist Kinderärztin im LKH Rohrbach und hat eine Praxis in Ottensheim.

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