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Intraoperative MR erhöht die Präzision bei neurochirurgischen Operationenerationen

OA Dr. Martin Aichholzer

An der Abteilung für Neurochirurgie in der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg besteht die Möglichkeit mittels eines intraoperativen Magnetresonanztomographen (IMR) während einer neurochirurgischen Operation Schnittbilder von Gehirn oder Rückenmark zu erhalten. Dadurch können schon während eines Eingriffs Formveränderungen des Gehirns beziehungsweise eines Tumors erkannt und die Maßnahmen schnellstmöglich angepasst und präzisiert werden. Schon während der Operation können eventuell vorhandene Resttumoranteile durch eine Anpassung der operativen Strategie erkannt und entfernt werden.
Die Klinik arbeitet mit einem modernen Zweiraum-OP-Konzept und einem Hochfeld-MR, der für optimale Bildqualität garantiert. Der Transport der Patient/-innen in den direkt angrenzenden zweiten OP-Raum mit dem IMR benötigt kaum Zeit und ist logistisch gut zu bewerkstelligen. Wenn nötig, sind auch mehrere Scans und eine abschließende Kontrolle vor dem Wundverschluss möglich. Diese modernste Technik erlaubt, dass noch mehr Tumore oder andere Läsionen in Gehirn und Rückenmark komplett entfernt und neurologische Ausfallserscheinungen vermieden werden können. Ob oder wie weit das Ziel eines komplexen Eingriffs erreicht wurde, wird schon während der Operation erkennbar. Ziele sind geringeres Risiko für die Patientinnen und Patienten, weniger Operationen und in Folge weniger Krankenhausaufenthalte.

OA Dr. Martin Aichholzer ist Facharzt für Neurochirurgie an der Landes Nervenklinik Linz.

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