Alternativen zu zuckersüßen Keksen.

Zucker-Alternativen für Weihnachten: Mit diesen Tipps gesünder naschen

Weihnachten ohne Naschereien - und damit ohne Zucker - ist für viele nicht vorstellbar. Doch es gibt natürliche Süßungsmittel als gesunde Alternative für Zucker. Die Zeit vor Weihnachten ist von warmen Lichtern, Düften und Naschereien geprägt. Gesundheitsbewusste suchen gern nach einer Zucker-Alternativen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt in ihrer Richtlinie zum Zuckerverzehr, höchstens zehn Prozent des täglichen Gesamtenergiebedarfs in Form von freiem Zucker aufzunehmen. Das sind etwa 50 Gramm pro Tag, ausgehend von einem gesunden Erwachsenen mit einem Bedarf von 2000 Kilokalorien pro Tag. Besser noch wären fünf Prozent, also 25 Gramm pro Tag.

Weihnachten ohne Zucker: Honig und Sirup als süße Alternativen

  • Honig: Honig gelte als natürliches Süßungsmittel. Er besteht aus Frucht- und Traubenzucker, wirkt im Körper also wie Haushaltszucker. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe gehen schon bei einer Temperatur von über 40 Grad Celsius verloren.
  • Agavendicksaft: Agavendicksaft werde gerne von Veganern als Zucker-Alternative zu Honig genutzt; seine Süßkraft sei höher als die von Zucker und er süße auch stärker. Deshalb kann er sparsamer verwendet werden. Der hohe Fruchtzuckergehalt könne allerdings Fettstoffwechselstörungen begünstigen und zu Verdauungsbeschwerden führen.
  • Reissirup: Reissirup ist die fruchtzuckerfreie Alternative. Reissirup werde aus Reismehl mit Wasser zu Sirup verkocht. Einsatzgebiet ist oft bei fructosearmer Ernährung und in der asiatischen Küche. Hervorzuheben ist sein Gehalt an Mineralstoffen wie Eisen und Calcium. Allerdings lässt er den Blutzuckerspiegel schnell und hoch ansteigen.
  • Stevia: Als kalorienfreie Alternative wird gerne Stevia angeboten. Das Steviaglycosid stammt aus der südamerikanischen Steviastaude und ist 300 Mal süßer als Zucker. Da Stevia kalorienfrei ist, beeinflusst diese Süße nicht den Blutzucker und ist somit auch für Diabetiker und zum Abnehmen geeignet. Oft sei sie jedoch stark chemisch verarbeitet und mit Maltodextrin, einer Zuckerart ergänzt, um den leicht bitteren Geschmack zu überdecken. Außerdem belastet der Transport Umwelt und Klima.
  • Kokosblütenzucker: Kokosblütenzucker wird aus dem Saft der Kokosblüte gewonnen. In kleinen Mengen enthält er Vitamine und Mineralstoffe, die aber keine gesundheitsfördernde Wirkung in dieser Konzentration haben. Oft wird er wegen seines Karamellaromas eingesetzt. Durch seinen niedrigen glykämischen Index verhindert er Heißhungerattacken. Sein hoher Fruchtzuckergehalt führt allerdings dazu, dass er genauso viel Kalorien wie Haushaltszucker hat. Außerdem ist dieser vergleichsweise sehr teuer.
  • Erythrit und Xylit: Als low-Carb-freundlich gelten die Zuckeralkohole Erythrit und Xylit, wobei Xylit zusätzlich noch als zahnfreundlich beschrieben werde. Erythrit wird aus Stärke hergestellt. Da er wenig Kalorien hat, ist er für Diabetiker und Abnehmwillige geeignet. Diesen kann man ähnlich wie Zucker verwenden, was gerade beim Backen Vorteile hat. Außerdem sättiget er auch länger. Nachteilig sei die geringe Süßkraft, die abführende Wirkung und der hohe Preis.Xylit wurde ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, deshalb ist er auch als Birkenzucker bekannt. Heute wird er aus Maiskolbenresten, Stroh oder anderen Hölzern gewonnen. Er enthält deutlich weniger Kalorien als Zucker und wirkt nicht kariesfördernd, kann aber in großen Mengen zu Durchfall und Blähungen führen. Xylit ist kein natürlicher Zucker, da seine industrielle Herstellung sehr aufwendig ist.
  • Süßstoff: Als Zuckerersatz werde oft auch Süßstoff angeboten, etwa als Acesulfam, Aspartam, Cyclamat und Saccharin bekannt. Da er nicht den Blutzuckerspiegel beeinflusst, ist er vor allem für Diabetiker geeignet. In normalen Mengen gilt er als gesundheitlich unbedenklich.

Generell sollten alle Zuckerarten und -alternativen bewusst und in kleinen Mengen eingesetzt werden, damit wieder ein natürliches Empfinden für Süße entstehen kann.

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