Wassertreten ist eine Mini-Erfrischungskur

Das Wassertreten ist die bekannteste Anwendung, die auf Pfarrer Kneipp zurück geht. Seine fünf Säulen zur Gesunderhaltung heißen Entspannung, Bewegung, Ordnungstherapie (= Empfehlungen zum Lebensstil), Ernährung, pflanzliche Arzneimittel und Wasseranwendungen, zu denen etwa Bäder, Güsse und das Wassertreten gehören.

Kneipp-Kuren sind als Reiztherapie beliebt und geschätzt und werden nicht nur zur Gesundheitsvorsorge, sondern auch bei Herz-Kreislauf-Leiden und Gefäßerkrankungen wie auch als Hilfsmittel bei Burn-out angewendet. Kneipp-Anwendungen helfen die Gefäße zu trainieren und das Immunsystem zu stärken.

Kreislauf mit Wassertreten (=Storchengang) in Schwung bringen

Jeder hat wohl schon vom Wassertreten gehört und sollte den Storchengang in Bach, See, Meer, Tretbecken oder auch in der Badewanne regelmäßig anwenden, um die Durchblutung anzuregen. Hauptsache, das Wasser hat unter 18 Grad Celsius und soll knapp unter dem Knie enden. Bevor man ins kalte Wasser steigt sollen die Beine warm sein. Dann im kalten Wasser auf- und abgehen oder auf der Stelle treten. Bei jedem Schritt wird – wie im Storchengang – ein Bein komplett aus dem Wasser gezogen und dabei zeigt die Fußspitze nach unten. Aufhören, sobald der Kältereiz, etwa nach ein bis drei Minuten, zu stark wird. Nach dem Wassertreten streift man das Wasser mit den Händen von den Beinen, zieht Stutzen an und wärmt durch Gehen oder Fußgymnastik die Beine wieder angenehm an.

Wirkung: Wassertreten ist erfrischend und heilsam nicht nur bei Nervosität, Stress und Erschöpfung, sondern auch bei Kopfschmerzen, Einschlafstörungen, bei müden und schweren Beinen. Es regt den Stoffwechsel an, kräftigt die Venen, hilft bei Infektanfälligkeit und Wetterfühligkeit. Es wirkt regelmäßig angewendet auch gegen hohen Blutdruck, Durchblutungsstörungen und übermäßig schwitzende Füße. Bei Hitze oder nach einer Wanderung ist das Wassertreten eine Erfrischungskur für jedermann. Es stärkt die Abwehrkräfte und harmonisiert das gesamte vegetative Nervensystem. Vor und nach dem Wassertreten sollte man zwei Stunden Abstand zu anderen Temperatur-Extremen, wie etwa der Sauna, einhalten.

Wichtig: Mit Harnwegsinfektionen, Blasen- und Nierenkrankheiten sowie bei schweren arteriellen Durchblutungsstörungen sollte man nicht Wassertreten. Auch während der Menstruation ist Vorsicht geboten. Kneipp-Anwendungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt durchführen.

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