Milchprodukte

Milch senkt eventuell Bluthochdruck und Diabetes

Ob ein erhöhter Blutzuckerspiegel oder Übergewicht – das sind Faktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Bluthochdruck erhöhen. Doch eine internationale Studie berichtet nun, dass der Konsum von Vollmilchprodukten das Risiko verringern könnte.

Ob ein erhöhter Blutzuckerspiegel oder Übergewicht – das sind Faktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Bluthochdruck erhöhen. Doch eine internationale Studie berichtet nun, dass der Konsum von Vollmilchprodukten das Risiko verringern könnte.

Wissenschaftler einer internationalen Studie haben den Zusammenhang des Milchkonsums und dem metabolischen Syndrom näher untersucht und herausgefunden, dass besonders Vollmilchprodukte das Risiko der damit einhergehenden Erkrankungen verringern könnten.

Faktoren des metabolischen Syndroms

Bei dem metabolischen Syndrom handelt es sich um verschiedene Erkrankungen des Körpers, die häufig gemeinsam auftreten: Übergewicht, Bluthochdruck, Insulinresistenz und ein gestörter Fettstoffwechsel. Diese Krankheiten erhöhen das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Treten mindestens drei dieser Faktoren gleichzeitig auf, spricht man von dem metabolischen Syndrom.

Internationale Studie über neun Jahre

Wie lässt sich das Risiko des metabolischen Syndroms verringern? Mit dieser Frage haben sich Wissenschaftler in einer internationalen Studie beschäftigt und die Auswirkungen des Milchkonsums auf das Risiko der Stoffwechselstörungen untersucht.

An der Studie nahmen rund 148.000 Personen aus 21 verschiedenen Ländern teil, die zwischen 35 und 70 Jahre alt waren. Mithilfe eines Fragebogens sollten sie ihre Nahrungsaufnahme detailliert dokumentieren. Dabei lag der Fokus der Wissenschaftler besonders auf Milchprodukten: Joghurt, Käse und andere Gerichte, in denen Milch enthalten ist.

Die Wissenschaftler sammelten zudem Informationen über die Krankengeschichten der Teilnehmer. Dazu zählten unter anderem die Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die Körpergröße, das Rauchverhalten und Informationen zum Gewicht, Blutdruck und Blutzuckerspiegel.

Insgesamt dauerte die Nachuntersuchungen neun Jahre, bis die Wissenschaftler die Daten analysierten und sie mit dem Risiko der Erkrankungen des metabolischen Syndroms in Verbindung setzen konnten.

Geringstes Risiko bei Vollmilchprodukten

Innerhalb der Ergebnisse verglichen die Wissenschaftler zwischen einem Verzicht und einer höheren Aufnahme von Milchprodukten, die mindestens zwei Portionen pro Tag beinhaltete.

Es zeigte sich, dass der komplette Verzicht auf Milchprodukte das höchste Risiko für ein metabolisches Syndrom birgt. Bei mindestens zwei Portionen an Milchprodukten war das Risiko der Stoffwechselstörung um 24 Prozent geringer. Bei den Teilnehmern, die ausschließlich Vollmilchprodukte konsumierten, war das Risiko sogar 28 Prozent geringer als bei einem kompletten Verzicht.

Die Wissenschaftler konnten anhand der Ergebnisse feststellen, dass man das Risiko für Bluthochdruck oder Diabetes um rund 12 Prozent senken könnte, wenn man täglich zwei Portionen an Milchprodukten konsumiert.

Zukünftig sollen weitere Studien folgen, die diese Erkenntnis bestätigen. Falls die Ergebnisse in ausreichend großen und langfristigen Studien bestätigt werden, könnte die Erhöhung des Milchkonsums einen praktikablen und kostengünstigen Ansatz zur Reduzierung des metabolischen Syndroms, Bluthochdruck, Diabetes und letztendlich kardiovaskulären Erkrankungen weltweit darstellen, so die Autoren der Studie.

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