Bereits jeder fünfte niedergelassene Arzt in Oberösterreich greift auf die Komplementärmedizin zurück

Einer aktuellen Umfrage der Ärztekammer für Oberösterreich zufolge wenden bereits 20 Prozent der niedergelassenen Ärzte in Oberösterreich die Komplementärmedizin an. Damit jenes breite Spektrum an Behandlungen, die auf anderen Modellen als der konventionellen Medizin basiert. „Es ist wichtig, dass dieser Bereich der Medizin in ärztlicher Hand ist“, sagt mit Dr. Bernhard Zauner der Leiter des Referats für Komplementärmedizin in der OÖ-Ärztekammer.

Selbsternannte Wunderheiler, Schamanen, sonstige Gruppen. Sie alle werden oft zu Unrecht mit der Komplementärmedizin in einen Topf geworfen. „Dabei ist es wichtig, dass dieser Bereich der Medizin ausschließlich in ärztlicher Hand ist“, sagt Dr. Zauner. Wie etwa in der Schweiz, wo diese nach einer Volksabstimmung sogar in die Grundversorgung aufgenommen wurde. Auch in (Ober)-Österreich werden diese medizinischen Behandlungsmethoden immer mehr von den Patientinnen und Patienten nachgefragt. Bei einer aktuellen Umfrage der Ärztekammer für Oberösterreich kam heraus, dass bereits jeder fünfte niedergelassene Arzt im Bundesland auf die ergänzende Behandlungsform zurückgreift. Wichtig dabei ist, dass es sich um einen ausgebildeten Mediziner handelt. „Das dient der Patientensicherheit. Nur ein konventionell ausgebildeter Arzt kann genau entscheiden, was den Patientinnen und Patienten von diesen Methoden wirklich hilft. Denn nur er hat die konventionelle medizinische Ausbildung und kann so die Beschwerden der Patientinnen und Patienten richtig einordnen“, weiß Dr. Zauner. Nur so kann in Abstimmung von Patient und Arzt die optimale Behandlung erarbeitet werden. Die Ärztekammer bietet für die komplementären Behandlungsformen Diplomausbildungs-Lehrgänge an, die für eine sehr gute Qualität sorgen. Am häufigsten wird laut der aktuellen OÖ-Ärztekammer-Umfrage die Akupunktur angewandt. Es folgt die manuelle Medizin zur Behandlung von Beschwerden und Störungen des Bewegungsapparats. Häufig praktiziert wird noch die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), Neuraltherapie sowie die Homöopathie.

Für Mediziner ist klar, dass aber in der aktuell herrschenden Pandemie nur die Impfung schützt. „Hier hilft einzig nur die Corona-Schutzimpfung“, sagt mit Dr. Peter Niedermoser der Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich. Das zeigen entgegen vieler gestreuter Falschmeldungen auch alle seriösen Studien.

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