Mann mit starkem Sonnenbrand schmiert sich am Rücken ein

Alarmstufe Rote Haut: Was hilft bei Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand trübt den schönsten Sommertag. Die gerötete Haut spannt sich und schmerzt bei der leichtesten Berührung. Schön sieht das auch nicht aus. Was hilft nun?

 

 

 

 

 

 

 

Zunächst einmal kann man das Schlimmste vielleicht noch verhindern. Bis zur vollen Ausprägung des Sonnenbrandes dauert es acht bis zwölf Stunden. Ahnt man, dass man womöglich zu viel UV-Strahlung abbekommen hat und spürt die ersten Anzeichen, können bestimmte Medikamente die Ausprägung eines schweren Sonnenbrandes eventuell noch verhindern. Konkret sind das Mittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer, zu denen Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure und Diclofenac zählen. Eine Art "Rettungsmedikation" – für Erwachsene, wohlgemerkt. Kinder sollten solche Arzneimittel nicht einfach prophylaktisch nehmen.

Hilfsmittel von Cremes bis Topfen
Sonnenbrand entsteht, wenn Hautzellen durch UV-Licht geschädigt und zerstört werden. Elsner bezeichnet einen Sonnenbrand als "verzögerte Verbrennung" - die Strahlung verursacht erstmal keine Schmerzen. Die kommen erst Stunden später durch die Entzündungsreaktion. Gegen die Entzündung helfen Hydrocortison-Cremes, die es freiverkäuflich in der Apotheke gibt. Bei schweren Sonnenbränden seien solche Präparate aber zu schwach. Ist Haut großflächig verbrannt, ist ein Gang in die Hautarztpraxis zu empfehlen. Unbedingt eine Dermatologin oder einen Dermatologen aufsuchen sollte man, wenn sich Blasen bilden.

Was taugen das Hausmittel Topfen und der bei Sonnenbränden oft empfohlene Wirkstoff Panthenol? Sie helfen, aber haben Grenzen. Panthenol ist ein Wundheilungspräparat, das der Regeneration dient. Es ist sicher auch gut, hemmt jedoch die Entzündung nich. Topfen wiederum kühlt und lindert die Schmerzsymptome. Hemmende Wirkung auf die Entzündung hat er kaum. Immer ein guter Tipp im Sommer und nach einem Sonnenbrand ganz besonders bedeutsam: viel trinken. Das ist wichtig, um den Mineral- und Wasserhaushalt wiederherzustellen, denn ein Sonnenbrand geht mit erhöhter Hauttemperatur und Wasserverlust einher.

Der unangenehme Juckreiz
Wenn die schlimmsten Schmerzen vorüber sind, kommt bei Sonnenbrand oft der unangenehme Juckreiz: Die Haut schuppt und häutet sich. Dabei werden die toten Zellen abgestoßen. Um das zu erleichtern und das Jucken einzudämmen, sollte man rückfettende und rückfeuchtende Pflegecremes mit Glycerin oder Harnstoff verwenden, raten Experten. Und wann darf man nach dem Sonnenbrand wieder in die Sonne? Gerade im Badeurlaub ist es blöd, wenn man mehrere Strandtage verpasst. Wer trotz Sonnenbrand ins Wasser möchte, sollte die betroffenen Hautstellen bedecken. Idealerweise mit UV-Kleidung. Damit geht man auf Nummer sicher. Im Zweifel ist ein normales T-Shirt aber auch besser als nichts. Hier ist nur zu beachten: Ist der Stoff nass, lässt er mehr UV-Strahlung durch als im trockenen Zustand. Zusätzlich sollte man sich eincremen, auch wenn das auf der verbrannten Haut unangenehm ist.

Vorbeugung bleibt das Allerwichtigste
Bis ein Sonnenbrand ausgeheilt ist, kann durchaus eine Woche vergehen. Neben Schmerzen, Jucken und getrübtem Sommerspaß sollte man außerdem bedenken: Die Haut nimmt langfristig schaden. Sonnenbrände erhöhen das Risiko für Schwarzen Hautkrebs im Laufe des Lebens. Das Allerwichtigste ist deshalb die Vorbeugung. Wobei das Vermeiden von praller Sonne zwischen 11 und 15 Uhr an erster Stelle steht. Danach kommt der textile Sonnenschutz, also Hut und T-Shirt. Erst an dritter Stelle kommt – für alle unbedeckten Körperstellen – das Einreiben mit Sonnenschutzcremes.

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