Eltern haben großen Einfluss

Mehr als die Hälfte der Raucher begann laut Statistik Austria bis zum Alter von 17 Jahren zu rauchen. Mit dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai macht die Weltgesundheitsorganisation nun schon 30 Jahre lang auf die Gefahren und Schäden des Rauchens aufmerksam.

Raucher haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen und Krebs, insbesondere Lungenkrebs, Kehlkopf-, Mund- und Luftröhrenkrebs oder an der Lungenkrankheit COPD zu erkranken, auch die beschleunigte Hautalterung, Mundgeruch und Impotenz sollten eigentlich Grund genug sein, mit dem Rauchen gar nicht erst anzufangen.

Und nicht nur gesundheitlich hat das Rauchen Folgen, auch im Geldtascherl hinterlässt es eine große Lücke. Immerhin kostet eine Packung schon zwischen vier und fünf Euro. Deshalb ist das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertags „Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts!“

Offen über das Rauchen reden

Vor allem die Kosten sollten Jugendliche daran hindern, überhaupt mit dem Rauchen anzufangen. Diese rauchen oft aufgrund der Gruppendynamik, um Stärke zu zeigen und um cool zu sein. Anstatt mit erhobenem Zeigefinder sollten Eltern dieses Thema behutsam angehen. Denn auch die Einstellung der Eltern ist dabei entscheidend: Sind sie dem Rauchen gegenüber ablehnend, bleibt auch der Nachwuchs mit höherer Wahrscheinlichkeit rauchfrei oder das Einstiegsalter verschiebt sich nach hinten. Das gilt auch, wenn die Eltern selbst rauchen. „Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Nachteile des Rauchens, über mögliche Fehlannahmen, wie zum Beispiel, dass Rauchen schlank mache und holen Sie sich bei Problemen rechtzeitig Hilfe“, sagt Primar Dr. Bernhard Baumgartner, Leiter der Lungenabteilung im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck. „Wenn Sie selbst rauchen, überdenken auch Sie als Eltern Ihre Rauchgewohnheiten und sprechen Sie mit dem Kind über Ihre Gründe und die Schwierigkeiten aufzuhören“, sagt der Mediziner. Er betont auch, dass es nie zu spät ist, aufzuhören: „In einer einzigen Zigarette sind mehr als 3800 chemische Verbindungen, davon sind mehr als 200 giftig und mindestens 40 Stoffe sind krebserregend.“

Der Präsident der Ärztekammer für OÖ, Dr. Peter Niedermoser betont deshalb die wichtige Funktion der Ärztinnen und Ärzte: „Wir müssen alle, aber im Besonderen die Kinder und Jugendlichen aufklären, welche gravierenden Folgen der Tabakkonsum haben kann.“

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