Der Jahreswechsel ist für viele ein besonderes Highlight: Man stößt auf das neue Jahr an, tanzt Walzer und bestaunt das Silvesterfeuerwerk. Doch was für viele ein spektakulärer Start ins neue Jahr ist, endet für andere im Krankenhaus. Jedes Jahr kommt es in Österreich rund um Silvester zu einer Vielzahl an Verletzungen durch pyrotechnische Artikel – davon sind häufig Augen, Ohren, Hände und Gesicht betroffen. Ein besonderer Risikofaktor ist übermäßiger Alkoholkonsum, der die Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit beeinträchtigt. Auch Kinder sind häufig von Unfällen mit Feuerwerkskörpern betroffen. Dabei wäre ein Großteil dieser Umfälle durch umsichtiges Verhalten vermeidbar. „Wir sehen jedes Jahr vermeidbare Verletzungen, die durch falsche Handhabung oder mangelnde Sicherheitsabstände entstehen“, berichtet MR Dr. Paul Niederberger, Kurienobmann und Fachgruppenvertreter Augenheilkunde und Optometrie in der Ärztekammer für Oberösterreich. „Bereits einfache Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Schutzbrille oder das konsequente Abstandhalten können das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren“, erklärt MR Dr. Niederberger.
Ein weiteres Risiko, das oft unterschätzt wird, sind Hörschäden. Feuerwerkskörper erzeugen enorme Lautstärken, die das Gehör schädigen können. „Schon ein kurzer Knall in unmittelbarer Nähe kann ernsthafte Folgen für das Gehör haben – das Tragen eines Gehörschutzes ist daher unbedingt anzuraten“, betont Dr. Michael Moser, Fachgruppenvertreter Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in der Ärztekammer für Oberösterreich.
Rasch handeln im Notfall
Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, ist rasches Handeln entscheidend. Eine sofortige medizinische Abklärung kann dazu beitragen, langfristige Schäden zu vermeiden. Suchen Sie bitte eine Ärztin bzw. einen Arzt auf. Bei Fragen steht auch die kostenlose Gesundheitsberatung 1450 rund um die Uhr zur Verfügung, wo ein qualifiziertes Fachpersonal durch das System führt.
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