Die Gehgeschwindigkeit deutet auf das biologische Alter hin. Das konnten nun Forscher der Duke University in North Carolina herausfinden, indem sie Daten von 904 Probanden, die schon seit ihrer Kindheit begleitet wurden, auswertet wurden. Die Erkenntnis: Wie schnell oder langsam jemand geht, hängt mit dem Gesundheitszustand und dem Altern zusammen. Schnelle Geher sind demnach im Schnitt biologisch und geistig jünger als langsamere. Menschen die langsamer gehen, werden von anderen älter eingeschätzt.
Das Ergebnis lieferte aber noch weitere Infos: Einige Probanden waren so gesund und fit als wären sie mehrere Jahre jünger. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen Gehgeschwindigkeit, Zustand des Gehirns und körperlicher Fitness. Dieser Effekt offenbarte sich vor allem beim Gehen mit Höchstgeschwindigkeit. Die schnellsten Geher waren in der Regel auch diejenigen, die biologisch am jüngsten geblieben waren. Extrem langsames Gehen könnte auf mögliche Veränderungen des zentralen Nervensystems bereits im Kindesalter hinweisen. Die Forscher fanden auch einen Zusammenhang zur Hirnfitness von Dreijährigen. So gehörten jene Probanden, die bereits bei den Tests als Kleinkinder schlecht abgeschnitten hatten, mit deutlicher statistischer Wahrscheinlichkeit auch mit 45 zu den langsameren Gehern.