Nichtraucher werden – aus gutem Grund

In Österreich rauchen regelmäßig rund 20 Prozent der Bevölkerung. Das ist eine gehörige Menge. Vor allem wenn man weiß, dass das Rauchen das Leben deutlich verkürzt. Wenn man aber aufhört, regeneriert die Lunge sehr rasch. Ein paar Strategien, wie auch Sie in die rauchfreie Phase kommen könnten.

Am 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag. Der Tag sollte uns vor Augen führen, dass wir ohne Rauchen wesentlich besser dran sind also ohne. „Man lebt nicht nur länger, sondern auch besser“, sagt Univ.-Prof. Prim. Dr. Bernd Lamprecht, Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie sowie Kurienobmann-Stellvertreter der angestellten Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich.

Wer deutlich weniger raucht oder gar damit aufhört, wird häufiger Sport betreiben. Das ist eine oft beobachtete Kombination. Das Zusammenspiel zwischen Sport und Raucherentwöhnung wirkt sich naturgemäß vorteilhaft auf Körper und Geist aus. Nehmen Sie aber die Chance wahr und legen Sie die Zigaretten gleich für immer zur Seite. Greifen Sie nicht zu Ersatzprodukten – wie etwa Dampfen, E-Zigarette oder Nikotinbeutel. Hören Sie einfach ganz auf. Das klingt leichter als es ist. Aber man muss innerlich einen Schlussstrich ziehen und bereit für den finalen Schritt sein. Denn nicht nur das Rauchen selbst ist schädlich, es ist vor allem auch das darin enthaltene Nikotin. Und wenn Sie sich das über Umwege wieder in den Körper transferieren, haben Sie zwar einiges gewonnen, aber noch lange nicht alles.

Erwiesenermaßen regeneriert die Lunge recht gut. Wer vor dem 40. Lebensjahr das Rauchen beendet, kann auf eine gleiche Lebenserwartung wie ein lebenslanger Nichtraucher hoffen. Selbst in späteren Jahren zahlt es sich aus. Nebenbei erhöht das Rauchen auch das Risiko für Herzinfarkt und Gefäßerkrankungen. Ihre Familie wird es Ihnen danken, weil Sie länger bei ihr sind und Sie werden es sich selbst danken, da Sie ein besseres Leben vor sich haben.

Ein paar Tipps fürs Aufhören:

1. Entscheiden Sie sich heute noch aufzuhören. Es gibt keinen Grund mit der Raucherentwöhnung zu warten. Und stellen Sie sich immer vor, wie gut es Ihnen rauchfrei gehen wird.

2. Suchen Sie professionelle Hilfe auf – Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt wird Sie diesbezüglich beraten.

3. Werden Sie aktiv und bewegen Sie sich vom ersten Tag an. Erleben Sie, wie rasch der Organismus in die Gänge kommt. Bereits nach wenigen Tagen und Wochen spürt man die Verbesserungen.

4. Lassen Sie Ihre Freunde, Verwandte und Bekannte wissen, welchen Entschluss Sie gefasst haben. Das bringt Zuspruch und Unterstützung.

 

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