Ein starkes Immunsystem braucht als Basis körperliche Fitness und geistig-seelisches Wohlbefinden. Mit einigen Wasseranwendungen nach Pfarrer Kneipp sowie Ausdauersport auch in der kalten Zeit, kann man seinem Immunsystem etwas auf die Sprünge helfen. Im Herbst dauert es ein paar Wochen bis der Körper auf die vermehrte Wärmeproduktion umgestellt hat. Wer seine Durchblutung trainiert, kann seine Abwehrkraft stärken. Wenn einem der Herbststurm kalt um die Nase und Ohren weht, hilft eine gute Durchblutung, sich vor Verkühlung zu schützen. Kreislauf und Durchblutung werden durch kalte Wasseranwendungen als Reiztherapie verbessert.
Tipps für Wasseranwendungen im Herbst
- Kalte Waschung: Sie ist leicht durchzuführen, auch wenn man dazu vielleicht ein paar Minuten am Morgen früher aufstehen muss. Optimal ist es, die Waschung gleich nach dem Aufstehen anzuwenden. Der Körper ist dann noch gut bettwarm. Den Waschlappen in kaltes Wasser tauchen und entweder die Beine oder die Arme sowie den Oberkörper kurz und rasch kalt abwaschen. Dann zum Wiederaufwärmen noch für ein paar Minuten ins Bett kriechen. Wer diese Prozedur zwei, drei Wochen lang regelmäßig durchführt, stärkt damit seine Abwehrkraft.
- Wechselfußbad gegen kalte Füße: Kalte Füße abends sind unangenehm, hindern am Einschlafen und können ein erster Vorbote einer beginnenden Verkühlung sein.
Hier ist ein Wechselfußbad anzuraten: Die Füße etwa drei Minuten in 37 Grad warmes Wasser in ein Schaffel stellen, danach für rund 20 Sekunden in kaltes Wasser eintauchen, das man in die Badewanne oder in ein weiteres Schaffel gefüllt hat. Diese Maßnahme noch einmal wiederholen.
Regelmäßige Wechselfußbäder „heilen“ chronisch kalte Füße und bringen einen erholsamen Schlaf.
- Wassertreten trainiert Gefäße und Immunsystem: Ob im taunassen Gras, im Bach oder in der Badewanne, Wassertreten im kalten Wasser regt die Durchblutung an. Wichtig: Immer mit warmen Beinen in das bis maximal unters Knie reichende kalte Wasser steigen. Dann im Storchengang, das heißt bei jedem Schritt wird das Bein komplett aus dem Wasser gezogen, im Wasser auf- und abgehen oder auf der Stelle treten. Maximal ein bis drei Minuten im Wasser stelzen. Nach dem Wassertreten das Wasser von den Füßen abstreifen, warme Socken anziehen und durch flottes gehen die Füße und Beine wieder erwärmen.
Das Wassertreten erfrischt, lindert Erschöpfung und Nervosität durch Stress, hilft aber auch bei schweren Beinen und Einschlafstörungen. Der Stoffwechsel wird angeregt und man trainiert die Venen sowie Immunkraft. Das vegetative Nervensystem wird harmonisiert.
- Saunagänge helfen die Gefäße und somit die Temperaturregulierung zu trainieren. Ist ein grippaler Infekt schon ausgebrochen sollte man nicht mehr in die Sauna.
Abwehrstark durch regelmäßigen Sport
Bewegung im Freien ist auch im Herbst und Winter möglich und tut dem Körper gut – sofern man vernünftig trainiert. Im Herbst sind Laufen, (Nordic) Walken und im Winter das Langlaufen oder Schneeschuhwandern optimal, die Abwehrkraft zu stärken. Das regelmäßige Ausdauersporteln reguliert viele Hormone/Botenstoffe und hilft dem Körper mehr stimmungsaufhellendes Serotonin zu produzieren.
Einige Tipps zum Sport in der kalten Jahreszeit:
- Wintergerecht kleiden: Atmungsaktive Wäsche nach dem Zwiebelschalenprinzip anziehen. Kopfbedeckung und Handschuhe tragen.
- Schuhe mit rutschfester Sohle beugen dem Ausrutschen vor.
- Richtige Atmung: Regelmäßig durch die Nase einatmen schützt die Lunge vor Kälte. Wer mag kann den Mund mit Tuch oder Schal bedecken.
- Trinken: Wenn es draußen kalt ist, hat man weniger Durst, trotzdem verliert man beim Sporteln Flüssigkeit, die aufgefüllt werden soll. Vielleicht mit einem gespritzten Apfelsaft.