Draußen kalt und drinnen geheizt – Haut und Augen leiden

Besonders der Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmer Luft in Räumen macht unserer Haut im Winter zu schaffen. Sie wirkt trocken, spannt, juckt, ist gereizt und die natürliche Schutzfunktion kann gestört sein. Um genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe zuzuführen, sollte man vielleicht im Winter die Nachtcreme zur Tagespflege machen. Wenn es draußen kalt ist, will der Körper seine Wärme speichern – dazu ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Daher wird die Haut weniger durchblutet und stellt bei niedrigen Temperaturen ihre Fettproduktion ein. Rissige Hände, raue Lippen, schuppende und juckende Schienbeine, das alles kann die kalte Jahreszeit mit sich bringen.

Gesichtspflege der Jahreszeit anpassen

Bei Temperaturen von weniger als acht Grad Celsius, vermindert sich die Produktion der Talgdrüsen und die Feuchtigkeit der Haut verringert sich.  Daher muss man auf Cremes mit ausreichend Fett achten, gut sind auch Hautprodukte mit pflanzlichen Ölen, wie etwa Arganöl. Da Öle für mehr Hautfeuchtigkeit sorgen, eignen sich im Winter besonders Wasser-in-Öl-Emulsionen für das Gesicht. Auch Hautpflege mit Linolsäure oder Sheabutter sing gut für den Winter. Diese hat einen hohen Fettanteil und schützt optimal bei frostigen Temperaturen.

Nur die fettige Haut bedarf im Winter nicht unbedingt einer Extra-Pflege. Wer zu Pickeln und Mitessern neigt, schützt seine Haut in der kalten Zeit am besten mit häufigerem Eincremen, anstatt auf ein fetthaltigeres Produkt umzusteigen. Ansonsten können sich die Hautprobleme verschlimmern.

Verwöhnende Feuchtigkeitsmaske

Was der Haut in der kalten Jahreszeit besonders gut tut, ist eine entspannende Gesichtsmaske ein- bis zwei Mal pro Woche. Die sollte vor allem Feuchtigkeit spenden und reichhaltig sein.

Maske mit Avocado

Dieser Hautschmeichler für trockene Haut ist leicht und schnell selbst gemacht. Avocado ist reich an Fett und Vitaminen ist und der Honig beruhigt und reinigt die Haut.

Zubereitung: Mischen Sie eine halbe, zerdrückte Avocado im Verhältnis 1:1 mit Honig, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Tragen Sie alles auf das gereinigte Gesicht auf und lassen Sie die Maske etwa 20 Minuten einwirken. Danach mit lauwarmem Wasser abspülen.

Neurodermitikerhaut leidet

Menschen mit Neurodermitis, deren Haut zu Trockenheit und Jucken neigt, müssen im Winter besonders gut pflegen. Um ein ständiges Spannen und Jucken zu vermeiden, empfehlen sich spezielle Pflege-Cremes mit Panthenol oder Urea. Am besten, die individuelle Pflege mit dem Arzt absprechen.

Wintertipps rund um Haut und Augen

Hier ein paar Empfehlungen, die helfen Augen und Haut gesund zu halten:

  • Lieber duschen statt baden: Aber nicht zu oft und nicht zu lange. Duschgel und Seife sparsam verwenden. Wasser hat selbst eine reinigende Wirkung und reicht bei täglicher Dusche vollkommen aus. Wer gerne in der Wanne liegt, sollte nur zwei Mal pro Woche baden. Die Wassertemperatur sollte zwischen 32 und 35 Grad Celsius liegen. Ölbäder sind schonender als Schaumbäder, besonders bei trockener Haut.
  • Mildes Shampoo: Um Haare und Kopfhaut nicht zu strapazieren, eignen sich im Winter milde Shampoos, etwa Babyshampoo.
  • Reichhaltige Creme für Hände und Füße: Wen rissige Hände und Füße plagen, der kann reichhaltige Salben aus der Apotheke mit Urea (Harnstoff) verwenden. Die Füße damit dick eincremen und über Nacht Socken drüberziehen. Die Hände danken regelmäßiges Eincremen nach dem Händewaschen. Handmassage mit Jojoba-Öl spendet Fett und Feuchtigkeit.
  • Ölpflege für rissige, raue Lippen: Fetthaltigen Pflegestift verwenden. Öle und Bienenwachs sind im Winter besonders gut zur Lippenpflege geeignet. Produkte mit Mandel-, Jojoba- oder Olivenöl sind zu empfehlen. Und vor allem nicht mit der Zunge über die Lippen fahren, da trocknen sie noch schneller aus.
  • Bei Armen und Beinen dick auftragen: Pflegeprodukte an Armen und Beinen etwas großzügiger auftragen, weil Hosen, Strumpfhosen und dicke Pullis der Haut zusätzlich Feuchtigkeit wegnehmen. Dickes Eincremen am Abend beugt rauen Ellbogen und juckenden Schienbeinen vor.
  • Trockene Nasenschleimhaut pflegen: Pflegende Nasensprays etwa mit Meersalzwasser oder eine pflegende Nasensalbe verwenden. Keine schleimhautabschwellenden Sprays verwenden, die sind nur für den kurzzeitigen Gebrauch bei Schnupfen vorgesehen. Viel Wasser trinken.
  • Sonnenschutz auf der Piste: Ob mit Snowboard, Skiern oder Schneeschuhen, wer im Winter in den Bergen ist, sollte dies nicht ohne Lichtschutzfaktor 30 tun. Am besten spezielle Sonnenschutzkältecremes verwenden.
  • Gutes Raumklima schützt vor trockenen Augen: Auch die Augen leiden häufig unter den kalten Temperaturen und der trockener Heizungsluft. Rote, juckende und brennende Augen sind oftmals die Folge. Besonders aufpassen müssen Träger von Kontaktlinsen. Wer empfindliche Augen hat soll auf gutes Raumklima achten: Regelmäßiges Lüften, eine Schale Wasser über dem Heizkörper deponieren oder Luftbefeuchter verwenden. Bei gereizten Augen kann man auch Augentropfen verwenden, die die fehlende Tränenflüssigkeit ersetzen.

 

 

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