Denn oftmals können auch frei erhältliche Mittel schwere Nebenwirkungen. Das in Iberogast enthaltene Schöllkraut ist so ein Beispiel. Denn erst spät wurde entdeckt, dass es viel giftiger ist, als angenommen. In hoher Dosierung könne Schöllkraut sogar Leberschäden verursachen und für Schwangere und Kinder ein Risiko darstellen. Bereits 2008 hat das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) daher Präparaten mit hohem Schöllkrautgehalt die Zulassung entzogen.
Ob aus dem Reagenzglas oder der Natur: der Wirkstoff ist der gleiche
Eines steht fest: Egal ob ein Wirkstoff aus einer Pflanze gelöst oder künstlich im Labor hergestellt wurde – die Wirkung ist in beiden Fällen gegeben. Und damit sind auch Nebenwirkungen verbunden – je mehr Pflanzenstoffe verarbeitet wurden, umso länger kann die Liste der unerwünschten Nebenwirkungen sein.