Eine Klimaanlage im Sommer kann den Kreislauf entlasten und helfen, weiterhin leistungsfähig zu bleiben. Damit sie sich jedoch nicht negativ auf die Gesundheit auswirkt, sollte auf die richtige Nutzung geachtet werden: Zu niedrige Temperaturen, schlecht gewartete Geräte oder trockene Raumluft können Beschwerden begünstigen. „Eine Klimaanlage ist grundsätzlich nichts Negatives – es kommt aber darauf an, wie sie verwendet wird. Wer Räume zu stark herunterkühlt oder die Wartung vernachlässigt, kann den eigenen Körper unnötig belasten“, erklärt Dr. Johanna Holzhaider, Allgemeinmedizinerin und Kurienobmann-Stellvertreterin der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich.
Zu große Temperaturunterschiede vermeiden
Wer kennt das Problem nicht? Im Freien bringen einen hohe Sommer-Temperaturen ins Schwitzen, während in klimatisierten Räumen fast schon Winterbedingungen herrschen. Dabei kann der starke Wechsel von heiß auf kalt für den Körper zur Belastungsprobe werden. „Der ständige Wechsel zwischen Hitze und Kälte fordert die Anpassungsfähigkeit des Organismus und kann die Schleimhäute reizen. Beschwerden wie Halskratzen, trockene Atemwege oder Schnupfen können die Folge sein“, erklärt Dr. Holzhaider. Klimaanlagen kühlen die Luft eben nicht nur ab, sondern reduzieren auch die Luftfeuchtigkeit, wodurch die Schleimhäute in Nase und Rachen austrocknen können. „Trockene Schleimhäute können ihre natürliche Schutzfunktion schlechter erfüllen. Wer Beschwerden vorbeugen möchte, sollte drauf achten, ausreichend zu trinken und für eine angenehme Raumluft zu sorgen“, betont Dr. Holzhaider.
Empfohlen wird, den Unterschied zwischen Außen- und Raumtemperatur nicht zu groß einzustellen. „Eine Differenz von etwa fünf bis acht Grad zwischen Außen- und Innentemperatur gilt als sinnvoll, um den Körper nicht unnötig zu fordern“, so Dr. Holzhaider.
Wartung schützt vor Keimbelastung
Damit Klimaanlagen nicht selbst zur Belastung für die Raumluft werden, ist es unerlässlich, sie regelmäßig zu warten. Filter sollten dabei in den empfohlenen Intervallen gereinigt oder ausgetauscht werden, da sich dort oft Staub, Schmutz und Mikroorganismen ansammeln können. Ganz wichtig: Das gilt nicht nur für Anlagen in Raum- oder Arbeitsräumen, sondern ebenso für Klimasysteme in Fahrzeugen!
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