Der Sommer war geprägt von intensiven Hitzeperioden. Tage mit hohen Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke wurden dabei zur Herausforderung für die Bevölkerung. Für den menschlichen Organismus bedeutet extreme Hitze Schwerstarbeit. Herz und Kreislauf müssen permanent mehr leisten, um die Körpertemperatur zu regulieren. Gleichzeitig verliert der Körper über das Schwitzen viel Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe.
"Viele Menschen glauben, dass mit dem Ende einer Hitzewelle auch die Belastung für den Körper vorbei ist. Tatsächlich kann es aber einige Zeit dauern, bis sich der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder stabilisiert hat – besonders bei älteren Menschen", erklärt OMR Dr. Johannes Neuhofer, Referent für Seniorenangelegenheiten in der Ärztekammer für Oberösterreich.
Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind
Mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl häufig ab, außerdem reguliert der Körper hohe Temperaturen weniger effizient als in jüngeren Jahren. Wer zusätzlich Medikamente wie Entwässerungsmittel oder blutdrucksenkende Präparate einnimmt, sollte nach einem heißen Sommer daher besonders aufmerksam sein und dem Körper gezielt geben, was er jetzt braucht. „Warnzeichen wie anhaltende Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsprobleme, Muskelkrämpfe oder Kreislaufbeschwerden sollten dabei nicht einfach als "normale Erschöpfung" abgetan werden. Sie können Hinweise darauf sein, dass der Körper noch immer unter den Folgen der Hitze leidet“, so OMR Dr. Neuhofer. Wer Symptome dieser Art bemerkt, sollte sie unbedingt ärztlich abklären lassen!
Flüssigkeit und Mineralstoffe wieder ins Gleichgewicht bringen
Auch wenn die Temperaturen wieder angenehmer werden, ist es dennoch wichtig, ausreichend zu trinken. Wasser und ungesüßte Getränke sollten dabei regelmäßig über den Tag verteilt konsumiert werden – empfohlen werden 1,5 bis 2 Liter pro Tag für Erwachsene. "Nicht nur die Trinkmenge ist entscheidend, sondern auch die Regelmäßigkeit. Wer erst trinkt, wenn der Durst groß ist, reagiert oft bereits zu spät", betont OMR Dr. Neuhofer. Wer im Sommer stark geschwitzt hat, profitiert zudem von einer ausgewogenen Ernährung mit ausreichend Mineralstoffen.
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