Gesunde Ohren beim Baden

Der Sprung ins kühle Wasser bringt an heißen Sommertagen Erfrischung, kann aber auch gesundheitliche Folgen für die Ohren haben. Besonders bei häufigem Schwimmen und Untertauchen steigt das Risiko für schmerzhafte Ohrenentzündungen. Einfache Maßnahmen können helfen, diesen vorzubeugen.

Im Sommer, wenn das Thermometer über 30 Grad anzeigt, suchen viele Abkühlung in Freibädern, Seen, Flüssen oder dem Meer. Was angenehm beginnt, kann jedoch unangenehme Folgen haben: eine sogenannte Bade-Otitis. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, genauer gesagt des Bereichs zwischen Ohrmuschel und Trommelfell. Dieser Bereich ist ein weitgehend geschlossener, warmer Raum. Das Problem: Wenn hier Wasser hineinkommt und Feuchtigkeit zurückbleibt, entsteht ein ideales Umfeld für Bakterien. „Der Gehörgang ist ein empfindliches Milieu. Wenn Feuchtigkeit dort nicht gut abtrocknet, können sich Keime rasch vermehren und Entzündungen verursachen“, erklärt Dr. Michael Moser, Fachgruppenvertreter Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in der Ärztekammer für Oberösterreich. 

Symptome früh erkennen & ärztlich abklären lassen

Wer einer unangenehmen Entzündung vorbeugen möchte, ist beraten, bereits früh auf mögliche Anzeichen einer Bade-Otitis zu achten. Erste Hinweise sind häufig Juckreiz, ein leichtes Brennen oder Stechen sowie Rötungen im Gehörgang. Wer Symptome dieser Art bemerkt, sollte keinesfalls am Ohr kratzen, dadurch wird die natürliche Schutzbarriere der Haut zusätzlich geschwächt. Besser ist es, gleich zum Arzt zu gehen und die Symptome abklären zu lassen. „Entzündungen im Ohr können sehr schmerzhaft sein, diese müssen daher unbedingt rechtzeitig fachärztlich abgeklärt und behandelt werden. Je nach Fortschreiten der Entzündung kommen dann unterschiedliche Behandlungen zum Einsatz – von antibiotischen Ohrtropfen bis hin zu speziellen Salbenstreifen, die im Gehörgang eingelegt werden“, erklärt Dr. Moser.

So können Sie vorbeugen

Nach dem Schwimmen oder Tauchen ist es hilfreich, die Ohren vorsichtig mit einem weichen Taschentuch zu trocknen. Alternativ kann es auch sinnvoll sein, das Ohr vorsichtig auf niedriger Stufe trockenzuföhnen. Außerdem können nicht-verschreibungspflichtige Schwimm- und Tauchertropfen hilfreich sein, da diese den Gehörgang entfeuchten und den pH-Wert im Gehörgang von basisch auf sauer ändern. Diese Bedingungen mögen Bakterien nicht und es kommt seltener zu Infekten. Wer Tropfen dieser Art in Erwägung zieht, sollte hier jedoch besser vorher Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt des Vertrauens halten.

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