Die positiven Auswirkungen eines Rauchstopps zeigen sich oft schneller, als viele erwarten. „Wer beschließt, mit dem Rauchen aufzuhören, tut seiner Gesundheit ohne Zweifel einen riesigen Gefallen. Schon kurze Zeit nach dem letzten Zigarettenkonsum beginnen sich die Körperfunktionen zu stabilisieren und zu regenerieren“, erklärt Univ.-Prof. Prim. Dr. Bernd Lamprecht, Kurienobmann-Stellvertreter der angestellten Ärzte und Fachgruppenvertreter-Stellvertreter Lungenkrankheiten in der Ärztekammer für Oberösterreich. Besonders deutlich würden sich diese Veränderungen im Herz-Kreislauf-System und in der Lungenfunktion zeigen. Auch das allgemeine Wohlbefinden, die Belastbarkeit im Alltag und die körperliche Fitness können sich nach einem Rauchstopp spürbar verbessern.
Unterstützung erhöht die Erfolgschancen
Der Versuch, alleine aufzuhören, ist möglich, jedoch gelingt ein dauerhafter Rauchstopp nachweislich häufiger mit professioneller Begleitung. Ärztinnen und Ärzte können dabei helfen, individuelle Strategien zu entwickeln und geeignete Unterstützungsangebote zu finden. „Wichtig ist, den Rauchstopp aktiv zu planen und nicht dem Zufall zu überlassen“, so Univ.-Prof. Prim. Dr. Bernd Lamprecht. „Je besser man vorbereitet ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, langfristig rauchfrei zu bleiben.“
Ersatzprodukte kritisch einordnen
Im Zuge eines Rauchstopps greifen manche Menschen auf E-Zigaretten oder Nikotinersatzprodukte zurück. Diese können zwar kurzfristig unterstützen, lösen jedoch nicht die Nikotinabhängigkeit. „Wir empfehlen Patientinnen und Patienten für eine langfristige Rauchentwöhnung auf Ersatzprodukte zu verzichten. Viele der Alternativen enthalten außerdem schädliche Inhaltsstoffe, die wiederum nicht gesundheitsfördernd sind“, so der Mediziner.
Schritte für ein rauchfreies Leben
Hilfreich für einen erfolgreichen Rauchstopp können unter anderem folgende Maßnahmen sein:
Einen konkreten Zeitpunkt für den Rauchstopp festlegen
Persönliche Auslöser für das Rauchen erkennen und vermeiden
Freunde oder Familie in das Vorhaben einweihen, damit sie Unterstützung geben können, wenn es schwierig wird
Medizinische Beratung oder Rauchfrei-Programme nutzen
Alternativen für „typische“ Rauchmomente einplanen, etwa Bewegung oder kurze Pausen
Rückschläge nicht als Scheitern bewerten, sondern als Teil des Prozesses verstehen
„Jeder Versuch mit dem Rauchen aufzuhören ist ein Schritt in die richtige Richtung“, betont Univ.-Prof. Prim. Dr. Bernd Lamprecht. „Entscheidend ist, dranzubleiben und Unterstützung anzunehmen.“
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