Was hilft bei Kreislaufbeschwerden?

Schwindel, kalte Hände oder Schwarzwerden vor Augen: Kreislaufprobleme betreffen viele Menschen, werden aber oft unterschätzt. Was wirklich dahintersteckt und welche Maßnahmen im Notfall helfen können, erklärt Dr. Johanna Holzhaider.

Wer kennt es nicht – plötzlich wird einem ganz schwummrig, die Hände werden kalt, der Puls wird schneller und man fühlt sich nicht mehr sicher auf den Beinen. Kreislaufbeschwerden erleben die meisten Menschen mindestens einmal in ihrem Leben. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Hitze, zu schnelles Aufstehen, hormonelle Schwankungen, Unterzuckerung, niedriger Blutdruck, Stress oder Medikamente. Zwar sind die Ursachen meist harmlos, dennoch nehmen viele Patientinnen und Patienten Kreislaufprobleme nicht ernst genug – das gilt besonders, wenn die Beschwerden häufiger auftreten und nicht direkt erklärt werden können. „Kreislaufbeschwerden können ein ernstzunehmendes Warnsignal des Körpers sein, das man nicht ignorieren sollte – in bestimmten Fällen können sie sogar auf ernstere Ursachen hinweisen. Hier sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden, vor allem wenn zusätzlich Symptome wie Herzrasen, Brustschmerzen oder Ohnmacht auftreten“, erklärt Dr. Johanna Holzhaider, Allgemeinmedizinerin und Kurienobmann-Stellvertreterin der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich. 

Hilfreiche Maßnahmen bei Kreislaufbeschwerden

Wer akut unter Kreislaufproblemen leidet, kann oft schon mit einfachen Tricks den Kreislauf wieder stabilisieren:

  • Hinsetzen oder hinlegen und die Beine hochlagern

  • Ausreichend trinken, idealerweise Wasser

  • Kaltes Wasser über Handgelenke oder Gesicht

  • Frische Luft und langsames, tiefes Atmen

  • Sanfte Bewegung, kurzes Umhergehen

„Regelmäßige Bewegung und eine gute Flüssigkeitszufuhr sind die Basis für einen stabilen Kreislauf“, so die Allgemeinmedizinerin. Schon kleine Anpassungen im Alltag können Kreislaufbeschwerden reduzieren. Entscheidend sei dabei vor allem Kontinuität: „Bereits moderate Aktivität wie tägliche Spaziergänge, Treppensteigen oder leichtes Ausdauertraining regen die Durchblutung an und trainieren die Gefäße, flexibel auf Belastung zu reagieren. Außerdem können Wechselduschen oder Saunagänge bei gesunden Personen zur Stärkung des Kreislaufs beitragen“, sagt Dr. Holzhaider.

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