Sicheres Fahrradfahren im Frühling

Mit Beginn des Frühlings wird das Fahrrad wieder zu einem beliebten Fortbewegungsmittel – sei es für Arbeitswege, Freizeitstrecken oder sportliche Aktivität. Wer im Winter nicht regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs war, muss den Körper nun wieder an die Bewegung sowie die Koordination und Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr gewöhnen, um Unfälle zu vermeiden.

Radfahren zählt grundsätzlich zu den besonders gesundheitsfördernden Bewegungsformen. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, fördert die Ausdauer und trainiert die Muskulatur, ohne die Gelenke stark zu belasten. Trotz der Vorteile sollte das Fahrradfahren nicht unterschätzt werden: Gerade zu Beginn der Radsaison kommt es häufig zu einer erhöhten Zahl an Fahrradunfällen, da Routine und Sicherheit im Straßenverkehr nach der Winterpause erst wieder aufgebaut werden müssen.

„Nach einer längeren Pause ist die körperliche und auch die verkehrsbezogene Routine noch nicht wieder vollständig präsent. Das bezieht sich sowohl auf die Fahrweise als auch auf das Einschätzen von Situationen im Straßenverkehr“, erklärt Dr. Fritz Firlinger, Referent für Notärztinnen und Notärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich. „Immer wieder kommt es zu Unfällen, weil Radfahrer Situationen falsch einschätzen oder ihre eigene Leistungsfähigkeit überschätzen.“

Körperliche Umstellung nach der Winterpause

Nach einer längeren Pause braucht der Körper Zeit, um sich wieder an die regelmäßige Bewegung zu gewöhnen. Dabei entwickeln sich Muskulatur, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit schrittweise mit der wiederkehrenden Bewegung. Gerade zu Beginn der Radsaison können sich nach einer Winterpause längere Strecken oder ungewohnte Belastungen deutlich intensiver anfühlen. Auch das Zusammenspiel von Konzentration und körperlicher Reaktion kann in dieser Phase noch im Aufbau sein. Das wirkt sich folglich nicht nur auf die sportliche Leistung, sondern auch auf die Sicherheit im Straßenverkehr aus. Hier sollten Radfahrer besonders achtsam sein und sich Zeit geben, wieder ins Fahrradfahren hineinzukommen.

Sicherheit und Fahrverhalten im Frühling

Auch das Verhalten im Straßenverkehr spielt eine zentrale Rolle für die Sicherheit. Durch die steigende Anzahl an Radfahrenden, die oft mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind – insbesondere durch E-Bikes – verändern sich die Anforderungen im Alltag. Besonders zu Saisonbeginn kann es dadurch zu Fehleinschätzungen von Geschwindigkeit oder Abstand kommen. Auch Stürze ohne äußere Einwirkung treten in dieser Phase häufiger auf, da Routine und Bewegungsabläufe erst wieder gefestigt werden müssen. „Wichtig ist dabei, dass sich Körper und Fahrverhalten schrittweise wieder aneinander anpassen. Auch das Tragen eines Fahrradhelms und geeigneter Schutzausrüstung ist dabei ein wichtiger Sicherheitsfaktor und sollte konsequent durchgezogen werden“, so Dr. Firlinger.

Fotocredit: Samo Trebizan - stock.adobe.com

Kostenloses Abo der human, dem Gesundheitsmagazin für Oberösterreich bestellen: Email mit Name und Adresse an human@aekooe.at