Pollensaison: Das hilft bei juckenden und tränenden Augen

Mit dem Beginn der Pollensaison klagen viele Allergikerinnen und Allergiker über juckende und tränende Augen. Symptome wie diese können im Alltag sehr belastend sein. Die gute Nachricht: Es gibt Maßnahmen, die Linderung bringen.

Wenn Pollen die Augen reizen

Mit den ersten wärmeren Tagen beginnt meist auch die unliebsame Pollensaison. Besonders Allergikerinnen und Allergiker fürchten diese Zeit. Denn während der Pollensaison befinden sich besonders viele Blütenpollen in der Luft. Gelangen diese Partikel auf die empfindliche Bindehaut der Augen, kann das bei Allergikerinnen und Allergikern eine überschießende Reaktion des Immunsystems auslösen. Die Folge sind typische Beschwerden wie Juckreiz, Rötungen, Brennen oder stark tränende Augen. „Die Augen sind während der Pollensaison besonders empfindlich, weil sie ständig mit der Außenluft in Kontakt sind. Schon geringe Mengen an Pollen können bei empfindlichen Menschen Beschwerden auslösen“, erklärt MR Dr. Paul Niederberger, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte und Fachgruppenvertreter Augenheilkunde und Optometrie in der Ärztekammer für Oberösterreich. Viele Betroffene würden zusätzlich ein Fremdkörpergefühl verspüren oder empfindlicher auf Licht reagieren. Nicht selten treten diese Beschwerden gemeinsam mit klassischen Heuschnupfensymptomen wie Niesen oder einer verstopften Nase auf. Wichtig sei daher, Symptome ernst zu nehmen und gezielt zu behandeln.

Was hilft den Augen in der Pollensaison?

Neben einer medizinischen Behandlung können auch einfache Maßnahmen dazu beitragen, die Augen während der Pollensaison zu entlasten. So ist es ratsam, sich möglichst wenig mit den Händen in die Augen zu greifen – hierdurch wird verhindert, dass zusätzlich Pollen in die Augen gelangen. Außerdem kann es helfen, die Augen mit befeuchtenden Augentropfen zu spülen, um die Pollenbelastung zu reduzieren und die Augen zu beruhigen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, nach längeren Aufenthalten im Freien das Gesicht zu reinigen und besonders auch abends die Haare zu waschen, damit sich Pollen nicht über Nacht auf der Bettwäsche ablagern können. Auch das Tragen einer Sonnenbrille im Freien kann einen gewissen Schutz bieten. Für Linsenträger gilt: Linsen besonders gründlich waschen, bewusste Tragepausen einplanen oder vor allem bei starker Pollenbelastung ganz auf die Brille umsteigen, wenn die Linsen die Augen zu sehr reizen. 

Wann ist eine medizinische Behandlung sinnvoll?

Sollten die Beschwerden stärker werden und den Alltag beeinträchtigen, können antiallergische Augentropfen oder andere Medikamente eingesetzt werden. „Heute stehen sehr wirksame Medikamente zur Verfügung, mit denen sich allergische Augenbeschwerden gut behandeln lassen. Gerade bei wiederkehrenden oder stärkeren Beschwerden ist es ratsam, die Symptome ärztlich abklären zu lassen. So kann zum Beispiel festgestellt werden, welche Allergene verantwortlich sind und welche Behandlung hier im individuellen Fall am sinnvollsten ist“, sagt MR Dr. Paul Niederberger.

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