Der UV-Index verrät uns die Stärke der UV-Strahlung der Sonne - auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 11+ (extrem). Die Zahl gibt uns Orientierung, ob und wie wir uns vor der Sonne schützen sollten.
Denn: Deren UV-Strahlung sorgt nicht nur für lästige Sonnenbrände, wenn sie auf ungeschützte Haut trifft, sondern zahlt auch auf das Hautkrebsrisiko ein. Ab UV-Index-Werten von 3 raten Experten, Haut und Augen vor der Sonne zu schützen. Solche mittleren Werte können bereits im März erreicht werden.
Der UV-Index liegt bei 3 oder mehr. Wie genau schütze ich mich?
Also Zeit, die Sonnencreme im Badezimmerschrank wieder in die erste Reihe zu stellen: Haut, die nicht von Kleidung bedeckt ist, sollten wir dann nämlich eincremen.
Die Sonnencreme sollte dabei sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlung schützen und einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor mitbringen. Es wird dazu geraten, mindestens LSF 30 zu verwenden. Kinder und alle mit einem hellen Hauttyp brauchen noch intensiveren Schutz - für sie ist LSF 50 bzw. 50+ angesagt.
Auch die Sonnenbrille ist nun draußen am besten wieder mit dabei. Fällt UV-Strahlung ins Auge, kann es nämlich etwa zu Linsentrübungen oder Netzhautschäden kommen. Wichtig: Nur wenn die Brille die Kennzeichnung UV400 hat, kann man sich auf ausreichenden Schutz verlassen. Ab UV-Index-Werten von 3 wird empfohlen, in den Mittagsstunden den Schatten zu suchen und eine Kopfbedeckung zu tragen.
Für bestmöglichen Schutz: Was kann ich beim Eincremen beachten?
Ist die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt, kann sie den Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme besser aufnehmen. Die Dermatologin Marion Moers-Carpi rät daher dazu, erst einmal eine Feuchtigkeitscreme aufzutragen und sie gut einziehen zu lassen. Danach ist die Sonnencreme dran.
Gut zu wissen: Entscheidend für den Sonnenschutz ist die erste Creme mit Lichtschutzfaktor, die man aufträgt. Wer also eine Tagescreme mit geringem Lichtschutzfaktor nutzt und darüber eine LSF-50-Sonnencreme schmiert, erhält am Ende nur einen geringen Schutz. Daher rät Moers-Carpi zu Tagescremes ohne Lichtschutzfaktor.
Beim Eincremen selbst werden der Hautärztin zufolge Nasenrücken und Ohren gerne mal vergessen. Sie sind sogenannte "Sonnenterrassen", die besonders viel Sonne abbekommen. Also: gründlich vorgehen.
Warum bekomme ich im Frühling schneller einen Sonnenbrand als im Sommer?
Kurz in der Sonne gesessen - direkt danach prangt ein zartes Rot im Gesicht? Die Haut ist im Frühjahr gegenüber der UV-Strahlung der Sonne empfindlicher als im Sommer, weil sie ihr monatelang nur wenig ausgesetzt war. Das hauteigene Schutzschild aus Pigmentzellen - sichtbar als Bräune - ist in dieser Zeit des Jahres dadurch nicht voll ausgebildet, erklärt Moers-Carpi. Noch ein Grund mehr, gerade jetzt auf guten Sonnenschutz zu achten.
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