Frau cremt sich mit Sonnenschutz ein

Frühling ist da: So schützen Sie Ihre Haut richtig vor der Sonne

Mit den ersten warmen Frühlingstagen zieht es viele Menschen wieder ins Freie. Dabei wird die Frühlingssonne oft unterschätzt. Das Heimtückische: Wer sich jetzt nicht richtig schützt, riskiert langfristige Hautschäden.

Mit dem Frühlingsbeginn steigen nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Intensität der UV-Strahlung. Nach den lichtarmen Wintermonaten ist die Haut besonders empfindlich. Viele Menschen genießen die ersten Sonnenstrahlen ohne ausreichenden Sonnenschutz – ein Fehler, der sich rächen kann. „Gerade im Frühling unterschätzen viele die Kraft der Sonne, weil die Temperaturen noch moderat sind“, erklärt Dr. Alex Jakob Kilbertus, Fachgruppenvertreter für Haut- und Geschlechtskrankheiten in der Ärztekammer für Oberösterreich. „Doch die UV-Strahlung ist schon jetzt bereits stark genug, um Hautschäden zu verursachen, auch ohne dass man es sofort merkt.“

Warum Sonnenschutz schon jetzt wichtig ist

UV-Strahlen dringen tief in die Haut ein und können dort langfristige Schäden verursachen. Neben vorzeitiger Hautalterung steigt auch das Risiko für Hautkrebs! Die Haut hat besonders nach dem Winter noch keinen natürlichen Eigenschutz aufgebaut, ein Sonnenbrand im Frühling kann daher schneller entstehen als erwartet.

So gelingt der richtige Sonnenschutz

Ein wirksamer Sonnenschutz beginnt also nicht erst im Hochsommer. Das ganze Jahr über und besonders auch im Frühling sollten daher einige grundlegende Maßnahmen beachtet werden:

  • Den passenden Lichtschutzfaktor wählen: Für den Alltag im Frühling ist es je nach Sonnenexposition ratsam, einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 zu wählen. Bei empfindlicher und sehr heller Haut sind höhere Schutzfaktoren bis 50 sinnvoll. 

  • Alle Hautstellen eincremen: Nicht auf Hautstellen vergessen, die ebenso der Sonne ausgesetzt sind, wie Ohren, Lippen, Nacken und Hände.

  • Rechtzeitig auftragen: Sonnenschutz etwa 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auftragen, außerdem gilt: Nach dem Auftragen warten, bis die Creme einzieht, bevor man beim Baden ins Wasser geht.

  • Mittagssonne meiden: Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am höchsten.

  • Schutz durch Kleidung: Hut, Sonnenbrille und leichte, lange Kleidung bieten zusätzlichen Schutz.

  • Kinder besonders schützen: Ihre Haut ist deutlich empfindlicher und braucht konsequenten Sonnenschutz.

  • Sonnenschutz bei Bewölkung: UVA- und UVB-Strahlen gelangen auch durch Wolken und können somit die Haut schädigen. Daher wichtig: Das ganze Jahr über auf Sonnenschutz achten!

Bewusstsein schaffen 

Neben dem eigenen Schutz spielt auch die Vorbildwirkung eine wichtige Rolle – insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen. Wer früh lernt, verantwortungsvoll mit Sonne umzugehen, reduziert das Risiko für spätere Hauterkrankungen erheblich. „Sonnenschutz sollte so selbstverständlich sein wie das Zähneputzen“, betont Dr. Kilbertus. „Es geht nicht darum, die Sonne zu meiden, sondern sie bewusst und gesund zu genießen, so der Dermatologe.

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