human Ausgabe 3/2006

Artikel in diesem Magazin:

Unerfüllter Kinderwunsch

Mit Hilfe der technischen Möglichkeiten der modernen Medizin ist vieles machbar. Doch Körper und Seele funktionieren nicht unabhängig voneinander – das sollte man nicht vergessen, wenn es mit dem Kinderkriegen nicht so klappt, wie man sich das wünscht.

Schachmatt dem Gebärmutterhalskrebs

Trotz aller Fortschritte der modernen Medizin sind die Zahlen bei Gebärmutterhalskrebs nach wie vor erschreckend. In Österreich wird das Angebot des jährlichen Krebsabstriches leider nur von etwa 75 Prozent aller Frauen angenommen, es gibt daher immer noch jährlich 500 Neuerkrankungen, weltweit sind es 400.000. 40 Frauen sterben täglich in Europa an dieser Form der Krebserkrankung, von der überwiegend junge Frauen betroffen sind. Alleine in Österreich sind es 100 Frauen, die pro Jahr an dieser Krebserkrankung sterben. Damit nimmt das Zervixkarzinom nach dem Brustkrebs die zweite Stelle ein. Aber es gibt Hoffnung.

Schilddrüse

Wie ein kleiner Schmetterling, die Flügel nicht größer als ein Daumenglied, liegt die Schilddrüse im Hals unterhalb des Kehlkopfs vor der Luftröhre. Das Organ regelt viele lebenswichtige Stoffwechselprozesse – funktioniert es nicht hundertprozentig, so kann das den Körper gewaltig durcheinander bringen.

OÖ Ärzte retten Kinderleben in Eritrea

160 Ärzte, darunter ein Urologe, für 4,5 Millionen Einwohner so präsentiert sich die medizinische (Unter-)Versorgung im ostafrikanischen Eritrea. Fünf Linzer Mediziner und eine Krankenschwester operierten und versorgten im Mai eine Woche lang „nasse Kinder“, sprich Kinder mit urologischen Problemen, die sonst kaum Chance auf ein gesundes und vollwertiges Leben haben. „Im Oktober fahren wir alle wieder nach Eritrea. Wir wollen nicht nur operieren, sondern auch an der Verbesserung der Hygiene und der Schulung des Personals mitwirken und Eltern bei der Pflege der kranken Kinder unterstützen. Wir holen schwerstkranke Kinder nach Österreich, um sie hier zu operieren. Das alles kostet Engagement, Zeit und Geld. Wir freuen uns über Spenden, die uns helfen, den Kindern ein lebenswertes Leben zu schenken“, sagen die von Herzen engagierten Mediziner.

Herzschrittmacher

Herzen, die zu gemächlich schlagen, werden von Schrittmachern wieder auf Vordermann gebracht. „Wenn die Pumpleistung stimmt, dann hat der Patient trotz Herzschrittmacher eine seinem Alter entsprechende Lebensqualität. Nicht nur der Alltag ist normal zu bewältigen, viele Sportarten können wieder ausgeübt werden,“ weiß der Internist Dr. Franz Wakolbinger vom KH Schärding.

Weniger Zettelwirtschaft – mehr Zeit für Patienten

Zuwendungsmedizin bedeutet, Zeit für die Patienten zu haben. Die Entwicklung des Gesundheitssystems in Österreich zwingt die Ärzte in den Ordinationen aber zu immer mehr bürokratischem Aufwand. Dieser braucht wertvolle Zeit, die für die Patienten fehlt.

Schizophrenie

Schizophren sein bedeutet, die Welt anders als die anderen wahrzunehmen. Mit dem Risiko, mit der Realität nicht mehr zu Rande zu kommen.

Schiedsstelle Behandlungszwischenfälle

Regelmäßige Ärzte-Fortbildung, Qualitätskontrollen, aber auch der richtige Umgang mit Fehlern und ein Gesundheitssystem, das die Rahmenbedingungen schafft, garantieren eine bestmögliche medizinische Betreuung. Auch für den Fall, dass zwischen Arzt und Patient einmal etwas nicht so optimal gelaufen ist, gibt es eine Anlaufstelle, die Probleme schnell und unbürokratisch löst.

Taubthema Hämorrhoiden

Wer spricht schon gerne über Probleme im Analbereich! Wenn von Hämorrhoiden die Rede ist, so weiß man meist, welcher Körperregion diese zuzuordnen sind, und dass sie dort Schmerzen verursachen können. Man weiß auch, dass derlei Probleme weit verbreitet sind, und kennt diverse „Volksweisheiten“ zur Vorbeugung – à la: „Setz dich nicht auf den kalten Steinboden, sonst holst du dir noch Hämorrhoiden…“. Wenig bekannt ist, dass „Hämorrhoiden“ keine Krankheit sind, und dass auch bei weitem nicht alle Probleme im Bereich des Afters mit den Hämorrhoiden in Zusammenhang stehen.

Armut - Einfluss sozialer Faktoren auf Gesundheit

Wer von Armut betroffen ist, wird öfter krank, Krankheiten dauern länger an und die Rückfallquote ist höher. Betroffene haben Zahlungsrückstände bei Miete und Strom, schränken sich beim Erwerb von Nahrungsmitteln stark ein und leben oft in schlechten Wohnverhältnissen. Besonders gefährdete Gruppen sind Arbeitssuchende, Familien mit mehreren Kindern, Alleinerziehende und Migranten.
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