Die Sommerferien können junge Medizinstudierende nicht nur wegen dem sonnigen Wetter genießen: Immerhin wissen Sie, dass Spitäler und Ordinationen in ganz Oberösterreich sich um sie reißen, da es überall freie Ausbildungsstellen gibt und sie somit die Chance auf einen fixen Job haben. Die Zeiten mit den Wartelisten sind vorbei! Doch dieser Mangel an Ärztinnen und Ärzten birgt jetzt schon die Gefahr, dass in Zukunft zu wenige Mediziner in den Spitälern und Ordinationen arbeiten werden. Zumindest die Ausbildungsbedingungen ändern sich nun mit der neuen Ärzteausbildungsordnung. Eine breite Basisausbildung im Sonderfach wird erfolgen, aber auch das Vertiefen von gewissen Gebieten ist nun möglich und macht die Ausbildung zur Ärztin oder zum Arzt interessanter.

Doch nicht nur die Ausbildung ist von Belang, auch die Arbeitsbedingungen in den Spitälern müssen wieder attraktiver werden. Die Ärztinnen und Ärzte sollen dort nicht mit Arbeit zugeschüttet werden! Eine Spitalsambulanz ist für Notfälle und Spezialaufgaben da, grundsätzlich sollte bei gesundheitlichen Problemen der Hausarzt aufgesucht werden und außerhalb der Ordinationszeiten bietet der HÄND, also der hausärztliche Notdienst, eine Rund-um-Versorgung an. Damit die Medizinstudierenden sich eine Zukunft als Arzt oder Ärztin vorstellen können, sind kürzere Dienste, weniger Wochenstunden und Nachtdienste und mehr Freizeit unabdinglich. Mit erträglichen Arbeitsbedingungen ist es möglich, dass auch in Zukunft die Patientin und der Patient nicht potenziell gefährdet, sondern weiterhin hochqualitativ versorgt und behandelt werden kann. Dazu müssen genügend Ärztinnen und Ärzte vorhanden sein, die ihren Beruf gut und gerne ausüben!