Was tun bei gesundheitlichen Problemen? „Zuerst zum Hausarzt“ lautet die einzig richtige Antwort. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern haben wir in Österreich dieses Angebot. Als Patient profitieren Sie davon: Ihr Hausarzt kennt Sie, er kennt meist auch Ihr familiäres Umfeld, Ihre Lebensumstände. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, wenn weitere medizinische Betreuung notwendig wird.

Auch am Abend oder am Wochenende ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner wenn es um akute Beschwerden geht: Unter der Telefonnummer 141 oder über den Anrufbeantworter Ihres Arztes erfahren Sie, wer außerhalb der Ordinationszeiten Dienst hat. Wichtig ist aber, diesen ärztlichen Notdienst vernünftig zu nutzen. Wenn jemand mit einer schweren Virusgrippe und 40 Grad Fieber im Bett liegt, braucht er oder sie auch am Sonntag Hilfe. Für kleine „Wehwehchen“ aller Art oder schon länger bestehende Beschwerden, die keiner sofortigen ärztlichen Behandlung bedürfen, ist der ärztliche Notdienst aber nicht da. Wird er für solche Anliegen missbraucht, kann das zu Lasten jener Patienten gehen, die dringend Hilfe benötigen.

Nur wenn wir unser breites medizinisches Versorgungsangebot sinnvoll nutzen, wird es erhalten bleiben können: Der Hausarzt – nicht die Spitalsambulanz – ist die erste Anlaufstelle, er überweist bei Bedarf an den Facharzt oder ein Krankenhaus. Und der ärztliche Notdienst ist – wie der Name schon sagt – nicht dazu gedacht, sich den Arztbesuch während der Ordinationszeit zu ersparen, sondern ausschließlich für akute Beschwerden.