Eine segensreiche Einrichtung feiert heuer den 40. Geburtstag: der Mutter-Kind-Pass. Er dient der gesundheitlichen Vorsorge für Schwangere und Kleinkinder und beinhaltet eine Fülle kostenloser ärztlicher Untersuchungen während der Schwangerschaft und bis zum fünften Lebensjahr des Kindes. Wir Ärzte freuen uns über den nachhaltigen Erfolg des Mutter-Kind-Passes und setzen uns für einen weiteren Ausbau ein – im Zusammenwirken von Gynäkologen, Kinderärzten, Allgemeinmedizinern und Fachärzten beispielsweise für Orthopädie, Augenheilkunde und HNO.

Vorsorgen ist besser als heilen. Damit kann man nicht früh genug beginnen. Mit dem Mutter-Kind-Pass beginnt die Vorsorge im Mutterleib. Das wirkt sich entscheidend auf die Gesundheit von Ungeborenen, Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und später auch Erwachsenen aus. Ein Kind hat ein viel angenehmeres Leben, wenn dessen angeborenes Hüftleiden früh erkannt wird – und möglicherweise schon durch anderes Wickeln beseitigt werden kann. Das steht in keiner Relation zu einem jahrzehntelangen Leiden und einer Hüftprothese für einen 40-Jährigen.

Prävention ist der beste Weg. Sich regelmäßig bewegen, gesund ernähren, das Rauchen abgewöhnen, den Alkohol meiden: Die Liste der Tipps und Ratgeber ist lang. Das Gesundheitsbewusstsein ist bei vielen zum Glück gestiegen. Es setzt aber oft erst in der Lebensmitte ein.

Die beste Prävention sollten wir aber schon unseren Kleinsten zukommen lassen, beginnend mit dem Mutter-Kind-Pass und dessen lebenslanger, positiver Wirkung! Übernehmen wir also auch weiterhin diese große Verantwortung, das sind wir unseren Nachkommen schuldig!