Seit Dezember 2015 befindet sich ELGA in Österreich in der schrittweisen Umsetzung. Hauptziel ist die Vernetzung von Spitälern mit Fach- und Hausärztinnen & -ärzten sowie Apotheken und Pflegeeinrichtungen. Die erste Maßnahme war dabei die e-Medikation, also eine elektronische Medikationsliste, die Wechselwirkungen von Medikamenten vorbeugen soll.

Seither gibt es für Patienten auch ein Situatives Opt-Out, also eine Widerspruchsmöglichkeit gegen die Erfassung von bestimmten Daten im Anlassfall. Mit diesem Widerspruch verhindern Sie die Aufnahme von Entlassungsbriefen, Medikationsdaten oder e-Befunden in ELGA, die im Rahmen des Behandlungsfalls entstehen. Besonders dann, wenn Sie mit einer psychischen oder einer HIV-Erkrankung diagnostiziert oder behandelt werden, sowie bei Schwangerschaftsabbrüchen oder genetischen Untersuchungen – also bei sämtlichen für Sie sensiblen Patienteninformationen. Behandlungen (im Spital sowie in der Praxis) können so ohne Erfassung durchgeführt werden. Frühere Behandlungen oder Befunde werden nicht automatisch nachgespeichert.

Unser Tipp: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Möglichkeit eines Opt-Outs. Das Formular zum ELGA Widerspruch liegt in den Ordinationen auf. Achtung: Ihr behandelnder Arzt sollte über Ihre Erkrankungen Bescheid wissen – informieren Sie ihn auch mit Opt-Out.