Die Regierung will die Gebietskrankenkassen zu einer zentralen Kasse fusionieren. Das verheißt nichts Gutes. Zentralisierung ist der falsche Weg. Geld aus Oberösterreich darf nicht in großem Stil nach Wien abfließen. Sonst ist die beste Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung Oberösterreichs bald Geschichte. Während die Krankenkassen in acht Bundesländern 2017 ausgeglichen bilanzieren, fuhr Wien mit 30,3 Millionen abermals ein sattes Minus ein. Die chronisch kranke Kasse wird seit einem Jahrzehnt durch Zuschüsse aus dem Ausgleichsfonds, in den andere Kassen wie Oberösterreich fleißig einzahlen, am Leben erhalten. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Jetzt sollen nach den Plänen der Regierung die Länderkassen zu einer Kasse fusionieren. Das bedeutet: Enteignung und Entmündigung der Bundesländer, keine Entscheidungskompetenz in Oberösterreich mehr, stattdessen ein Diktat aus Wien mit allen negativen Folgen. Wenn es nur noch eine Kasse gibt, wird Oberösterreich massiv Geld entzogen und fließt im wirklich großen Stil nach Wien. Dann haben alle Anstrengungen für Effizienz und Sparsamkeit in Oberösterreich nichts gebracht. Die Ärzteschaft und die Bevölkerung werden fürs verantwortungsvolle Wirtschaften sogar bestraft. Selbst die 500 Millionen Euro Rücklagen in Oberösterreich wären wohl bald dahin. Wir bekommen dann sicher viel weniger Geld zurück, als wir bisher zur Verfügung hatten. Das verschlechtert und gefährdet die flächendeckende Gesundheitsversorgung für die Menschen in Oberösterreich.