Der Tisch ist gedeckt, Kekse und Punsch stehen bereit und an jeder Ecke lauern weitere kulinarische Genüsse. Plötzlich bekommen Sie Bauchschmerzen – was nun? Ein paar Stunden auf diesem Christkindlmarkt, ein paar Stunden beim nächsten Punschstand oder Adventmarkt und am nächsten Tag ist man stark verkühlt oder krank – was nun?

Auch in der Vorweihnachtszeit bleibt man vor Krankheiten oder Beschwerden nicht verschont. Doch das ist kein Grund, immer gleich das Spital aufzusuchen. Die Spitäler sind ohnehin überlastet und die Wartezeiten werden immer länger, auch im niedergelassenen Bereich sind die Ärztinnen und Ärzte an den Grenzen ihrer Belastbarkeit angelangt. Natürlich wissen wir, wenn wir uns für den Beruf Arzt entscheiden, dass dieser sehr oft außergewöhnlichen Einsatz erfordert. Wenn dann aber die Versorgung der unzähligen Patienten nicht mehr garantiert werden kann, führt das zu Stress, Druck und Demotivation bei den Ärzten. Ein wichtiger Faktor an dieser Stelle sind deshalb die Patientinnen und der Patient selbst. Sie als Patient können mithelfen, dass die Belastungen des Gesundheitssystems etwas verringert werden. Ein achtsamer und präventiver Umgang mit der Gesundheit, ein ausgewogener Lebensstil können medizinische Interventionen verringern. Empfehlenswert ist es auch, sich an die vorgegebenen medizinischen Wege zu halten. Wenn es sich um keinen akuten Notfall handelt, sollten Sie, statt der Spitalsambulanz besser einen Hausarzt oder Facharzt aufsuchen. Es muss ein Bewusstsein dafür entwickelt werden, dass der Allgemeinmediziner und der niedergelassene Facharzt die ersten Ansprechpartner im Gesundheitssystem sind. Wenn kein Notfall vorliegt, dann reicht der Arztbesuch auch oft erst am Morgen des nächsten Tages. Außerdem gibt es den hausärztlichen Notdienst (HÄND) mit der Notrufnummer 141 rund um die Uhr. Dies kann helfen, die Patienten dort zu behandeln, wo es sinnvoll ist und auch Ressourcen schont. Damit ist jedem am besten geholfen und die Vorweihnachtszeit kann tatsächlich zur schönsten Zeit des Jahres werden.