Die gesetzliche Umsetzung der 15a-Vereinbarung soll den Kassen die Möglichkeit geben, Kassenverträge statt mit niedergelassenen Ärzten mit Spitälern oder privaten Investoren abschließen zu können. Es besteht daher die Gefahr, dass über kurz oder lang die ambulante Medizin auf Kassenkosten nicht mehr von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, sondern nur mehr in den Ambulatorien erbracht werden kann. Wir Ärztevertreter sollen also nicht mehr in die Planung eingebunden sein. Damit sind wir auf dem Weg in Richtung einer ausschließlich politisch gesteuerten Medizin.

Doch wir haben – gerade in Oberösterreich – bewiesen, dass wir in Zusammenarbeit mit der Gebietskrankenkasse und mit dem Land auf Augenhöhe vieles weiterbringen und Lösungen im Sinne der Patienten und der Arbeitsbedingungen der Ärzte finden. Bei der aktuellen Debatte geht es nicht um das Geld der Ärztinnen und Ärzte, sondern um das Geld für die optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten. Es drohen deutliche Verschlechterungen, denn es gibt mehr betreuungsbedürftige Menschen und zusätzliche Behandlungskosten. Das alles kostet mehr Geld, deshalb sind wir gegen unüberlegte Einsparungen. Denn bei der Gesundheit gilt: Weniger ist NICHT mehr. Und ohne Gesundheit geht gar nichts.