Die grundsätzliche Idee der Spitalsentlastung, der Versorgung außerhalb des Krankenhauses und der besseren Vernetzung der Gesundheitsberufe und der gestärkten wohnortnahen Patientenbetreuung wird von allen Ärztekammern seit Jahren eingefordert. Doch die vorliegenden Eckpunkte für ein geplantes PHC-Gesetz gehen in eine völlig falsche Richtung. Das wäre nichts anderes als die Zerstörung des Hausarztes!

Die Zusammenarbeit zwischen OÖGKK und OÖÄK ist seit etlichen Jahren fast schon traditionell partnerschaftlich und lösungsorientiert, wofür es auch zahlreiche Beispiele gibt. Unterschiedliche Standpunkte werden möglichst sachlich diskutiert, Lösungsansätze gesucht und wenn möglich umgesetzt, vielleicht auch mal nur schrittweise, aber beständig. Neue Modelle ärztlicher Zusammenarbeit können zukunftsweisend sein, aber hinter dem „PHC-Gesetz“ versteckt sich eine unverfrorene und brutale Demontage der ärztlichen Standesvertretung. Wir wollen daher in Oberösterreich aufzeigen, dass wesentlich mehr Fortschritt möglich ist, wenn man respektvoll aufeinander zu geht und sich nicht gegenseitig mit Füßen tritt. Wir Ärzte sind nicht gegen eine strukturierte und moderne Zusammenarbeitsform wie etwa dem PHC, sondern gegen das PHC-Gesetz, das unseren Hausarzt abschaffen würde!