Der hausärztliche Notdienst steht all jenen zur Verfügung, die außerhalb der Ordinationszeiten dringend einen Arzt brauchen. Allgemeinmedizinerinnen und –mediziner sind dafür abends, in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz, wobei sie sich ihre Dienste in Sprengeln aufteilen. Patientinnen und Patienten, die zu diesen Zeiten medizinische Hilfe brauchen, rufen den Ärztenotdienst 141. Das bleibt auch in Zukunft so. Doch in immer mehr OÖ Bezirken wurden und werden Sprengel zusammengelegt, sodass pro Arzt in Summe weniger Dienste anfallen. Dafür gibt es einen unterstützenden Visitendienst als Ergänzung, der zu bestimmten Zeiten nicht mobile Patientinnen und Patienten zu Hause versorgt. Eine solche Reform des hausärztlichen Notdienstes hat etwa in den Bezirken Eferding, Grieskirchen und Schärding sowie im Mühlviertel stattgefunden, in anderen Regionen wird daran gearbeitet. Die Erfahrungen damit sind sehr gut. Die Hausärzte haben mehr Zeit für ihre Familien. Auch die Patienten haben Vorteile: Wer als Mediziner nach einem regulären, langen Arbeitstag Bereitschaftsdienst in der Nacht hat, kommt 24 Stunden fast nicht zum Schlafen und startet so in den nächsten Ordinationstag. Für die Patienten ist es aber besser, wenn ihr Arzt fit und ausgeschlafen ist. Wichtig ist, dass die Menschen im Bezirk den hausärztlichen Notdienst richtig nutzen. Er ist nur für akute Beschwerden gedacht, bei denen der Patient sofort medizinische Hilfe braucht. Für kleinere bzw. chronische Beschwerden sollen sich die Betroffenen zu regulären Ordinationszeiten an ihren Hausarzt bzw. ihre Hausärztin wenden.