Wenn ein Baby unterwegs ist, erleben die werdenden Eltern viele Gefühle gleichzeitig. Freude und Glück, aber auch Angst und Sorgen stehen dicht beieinander. Außerdem ist immer das Hoffen, dass das Kind gesund ist. Der Mutter-Kind-Pass trägt entscheidend dazu bei, dass Krankheiten, Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen möglichst früh erkannt und behandelt werden. Er beinhaltet eine Fülle kostenloser ärztlicher Untersuchungen während der Schwangerschaft, wie etwa Ultraschall und ein umfangreiches Untersuchungsprogramm für das Baby bis zum fünften Lebensjahr des Kindes. Vorsorge ist besser als Heilung, mit dem Mutter-Kind-Pass beginnt diese bereits im Mutterleib. Das wirkt sich entscheidend auf die Gesundheit von Ungeborenen, Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und später auch Erwachsenen aus. Schon von klein auf können Krankheiten oder zukünftige Leiden erkannt und somit auch vermieden oder beseitigt werden – beste Prävention mit lebenslanger Wirkung. Wir Ärzte werden uns auch künftig um das seit 1974 bestehende Erfolgsmodell bemühen und den Ausbau des Mutter-Kind-Passes fordern, obwohl die Honorare dafür seit 21 Jahren nicht erhöht worden sind. Umso wichtiger ist es, diese Leistung der Ärzteschaft nun endlich zu honorieren. Der Erfolg sollte dem Staat eine entsprechende Würdigung wert sein. Die Österreichische Ärztekammer und die wissenschaftlichen Gesellschaften haben bereits eine Expertenkommission gegründet. Denn der Mutter-Kind-Pass ist eine zukunftsweisende Vorsorge. Übernehmen wir also auch weiterhin diese große Verantwortung, das sind wir unseren Kindern schuldig!