Die Darmkrebsvorsorge ist epidemiologisch sehr wesentlich, da Darmkrebs eine der häufigsten Todesursachen ist. Bei Frauen ist es der zweithäufigste, bei Männern der dritthäufigste Krebs. Die Koloskopie (Darmspiegelung) ist die wirksamste und sicherste Methode, Darmkrebs und seine Vorstufen rechtzeitig zu erkennen.  

Ärztekammer für OÖ und OÖGKK haben in den vergangenen  Monaten intensiv verhandelt und eine Regelung zur Vorsorgeuntersuchung Koloskopie im niedergelassenen Bereich vereinbart. Seit 1. Oktober 2016 bieten, zusätzlich zu den Krankenhaus-Ambulanzen, auch speziell zertifizierte niedergelassene Fachärzten für Innere Medizin und für Chirurgie diese Untersuchung an. Darmkrebs erzeugt – wie jede Krankheit – Kosten, und zwar nicht nur durch Behandlungskosten, sondern auch durch Produktivitätsausfälle bei Betroffenen und deren Angehörigen oder, im schlimmsten Fall, durch vorzeitigen Tod. Die Darmkrebsvorsorge in Form einer koloskopischen Untersuchung der über 50-Jährigen senkt das Darmkrebsrisiko erheblich. Mit dieser Vorsorge-Koloskopie können die niedergelassenen Ärzte auch im Interesse der Patienten nun ihren Beitrag im Rahmen der Vorsorge leisten. Besonders wichtig wäre, die männliche Bevölkerung dazu zu bewegen, diese Vorsorge in Anspruch zu nehmen. Das Auftreten eines Karzinoms ist unter den Geschlechtern etwa gleich verteilt, aber an die Vorsorge denken bis dato vor allem Frauen.