Dienstbeginn um 7 Uhr morgens. Bis 15 Uhr Erledigung der Kerntätigkeiten, sprich Routinebetrieb im Krankenhaus. Danach die alleinige Verantwortung für die jeweiligen Stationen und Ambulanzen. Dazu gehört die Behandlung akuter Notfälle in den Ambulanzen ebenso dazu wie hausinterne Notfälle. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Patienten im Vergleich zur Anzahl der diensthabenden Ärzte immer mehr werden und sich dementsprechend das Leistungspensum erhöht.

Dienstende ist am nächsten Tag frühestens um 7 Uhr morgens, meist erst mittags. Und tags darauf beginnt pünktlich um 7 Uhr der nächste Dienst. So sieht ein „normaler Arbeitstag“ eines durchschnittlichen Arztes aus. Und die Pausen werden Sie jetzt fragen? Die gibt es nicht. Wie halten Ärzte diesen Arbeitsdruck aus? Ehrlich gesagt, wenn es so weiter geht, nicht mehr lange. Die Ärztekammer setzt sich seit Jahren für die Einführung eines 25-Stunden-Dienstes ein. Bis dato erfolglos. Dabei hat das Thema mehr Brisanz denn je. Der 25-Stunden-Dienst ist Gebot der Stunde! Ebenso die Festlegung gesetzlich verpflichteter Ruhezeiten. In anderen Berufsgruppen, beispielsweise bei LKW-Fahrern oder Piloten sind Ruhezeiten normal – ja sie müssen sogar eingehalten werden, sonst werden Sanktionen gesetzt. Warum gilt das nicht auch für uns Ärzte? Das ist – in Anbetracht der Verantwortung, die wir gegenüber unseren Patienten tragen – einfach nicht mehr hinzunehmen. Unsere Forderungen müssen endlich Gehör finden! Denn es geht dabei ganz klar um ein Ziel: Die hohe Qualität unserer Arbeit auch weiterhin aufrecht zu erhalten und unseren Patienten die wie bisher beste Behandlung zukommen zu lassen.