1988 wurde der Welt-AIDS-Tag erstmals von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen. Seither wird er stets am 1. Dezember begangen und soll daran erinnern, dass das HI-Virus noch lange nicht besiegt ist. „Zwar hat sich die medizinische Versorgung von HIV-Patientinnen und -Patienten heute deutlich verbessert, doch viele Betroffene kämpfen weiterhin mit Herausforderungen im Alltag. Auch die Stigmatisierung der Betroffenen bleibt ein großes Problem. Viele zögern noch immer, offen über ihre Diagnose zu sprechen, aus Angst vor Ausgrenzung“, sagt Dr. Johanna Holzhaider, Kurienobmann-Stv. der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich und Allgemeinmedizinerin.
Wie wird HIV übertragen?
Übertragen wird das „Human Immunodeficiency Virus“ (HIV) durch bestimmte Körperflüssigkeiten in ausreichender Menge: Blut, Sperma, Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut oder Vaginalsekret. Nicht ansteckend sind HIV-Infizierte über den Speichel, Schweiß, Harn, Stuhl oder die Tränenflüssigkeit. Auch Hautkontakt, Küsse, Husten, Niesen sowie auch Insektenstiche sind nicht in der Lage, das HIV weiterzureichen.
Wer sich erstinfiziert hat, bemerkt oft nicht die sehr unspezifischen Symptome, wie etwa Fieber, akute Lymphknotenschwellung, Hautausschlag, Durchfall oder Schluckbeschwerden. Auf diese akuten Phasen können Phasen völliger oder weitgehender Beschwerdefreiheit folgen. AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrome) ist die Folge der HIV-bedingten Immunschwäche. Seit vielen Jahren gibt es gute Therapiemöglichkeiten, die die Lebensqualität erheblich verbessert haben und den Ausbruch von AIDS verhindern können. Wenn HIV-positive Menschen ihre antiretrovirale Therapie durchführen, sind sie prinzipiell auch nicht mehr ansteckend.
Was ist der beste Schutz?
Safer Sex zählt zum besten Schutz. Denn Geschlechtsverkehr sowie die Verwendung des gleichen Spritzbestecks beim intravenösen Drogenkonsum zählen zu den Hauptansteckungsformen. Daneben ist auch das Wissen über die eigene Erkrankung relevant. Daher ist es sinnvoll, eine mögliche Infektion bei der Hausärztin/beim Hausarzt kontrollieren zu lassen – auch wenn Sie gar keine Symptome aufweisen.
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