Ältere Frau mit einer Migräne-Attacke.

Wetter & Migräne

Gestern war noch strahlend blauer Himmel, doch heute werden die Wolken immer dunkler und es droht ein Gewitter auszubrechen: Für Menschen mit Migräne kann ein solcher Wetterumschwung Auslöser für eine Migräne-Attacke sein.

Es gibt viele Migränetrigger

Migräne hat verschiedene Auslöser, sogenannte Triggerfaktoren. Wer vom Arzt Migräne diagnostiziert bekommen hat, sollte unbedingt die Auslöser dafür im Blick behalten. Denn nur, wenn man seine individuellen Migränetrigger kennt, kann man den Beschwerden richtig vorbeugen und sie auch behandeln. Wetterumschwünge zählen du den häufigsten Triggern. Daneben kommen aber auch Stress, Hormonschwankungen (beispielsweise während der Periode), Veränderungen im Schlaf- und Wachrhythmus, Reizüberflutungen oder bestimmte Lebensmittel (v.a. histaminhaltige, sowie Alkohol) sowie Nikotin als Auslöser in Frage.

Tipp: Migräne-Tagebuch

Durch das Schreiben eines Migräne-Tagebuches können die persönlichen Trigger identifizieret werden. In diesem wird festgehalten, wann und wie es zu den Beschwerden kommt, um anschließend ein Muster erkennen zu können. Kündigt sich eine Attacke häufig nach dem Verzehr einer bestimmten Mahlzeit an? Oder treten Anfälle meist an schwülen Sommertagen auf? Letzteres bietet zum Beispiel einen ersten Hinweis für Migräne durch Wetterfühligkeit.

Ist das Wetter alleine Auslöser für Migräne?

Die Wissenschaft ist sich nicht einig, ob das Wetter wirklich Schuld an einer Migräne haben kann. Es besteht beispielsweise der Einwand, dass Kopfschmerzen nur fälschlicherweise mit dem Wechsel der Temperatur oder Luftfeuchtigkeit in Verbindung gebracht werden. Betroffene könnten schneller bei der Suche nach dem Auslöser das Wetter im Verdacht haben, da es leichter zu beobachten ist als andere Trigger. Trotz aller Unklarheiten über den genauen Zusammenhang spürt eine Vielzahl der Patienten eine Ankündigung von Migränesymptomen, sobald sich das Wetter ändert. Ein typisches „Migränewetter“ gibt es jedoch nicht. Manche Betroffene reagieren auf den Anstieg der Luftfeuchtigkeit, andere auf das Sinken von Temperatur. Schwülwarme Sommerluft kann genauso triggern wie Stürme. Einige Migränegeplagte leiden unter Kopfschmerzen, wenn sie in eine andere Klimazone reisen. Idealerweise beobachtet man die Symptome und hält fest, bei welchem Wetter die Beschwerden besonders ausgeprägt sind. So kann man sich darauf in Zukunft besser einstellen, vorbereiten und sogar einer Attacke vorbeugen.

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