Ätherische Öle.

Wann ätherische Öle helfen können

Lavendel, Weihrauch, Pfefferminz: Ätherische Öle können entspannen, zur Wundheilung beitragen und Schmerzen lindern. Doch nicht für jeden ist eine Aromatherapie das Richtige - und sie hat Grenzen.

Als angenehm empfundene Düfte könne entspannen und das Wohlbefinden steigern. Und Aromen und Kräuter von Pflanzen können noch viel mehr. Die ätherischen Öle tragen in vielen Fällen dazu bei, körperliche Probleme zu lindern. Seit Tausenden Jahren werden die Öle eingesetzt, um Kranke zu behandeln - der Ansatz hat sich bis heute gehalten. Allerdings haben die Anwendungen auch Grenzen - und sollten lieber nur von Expertinnen und Experten durchgeführt werden. Falsch dosiert können die ätherischen Öle toxisch wirken.

Vielfältiges Einsatzspektrum

Das Spektrum an Therapien ist vielfältig. Die Öle werden dem Körper in Form von Bädern, Massagen oder Einreibung zugeführt. Sie gelangen über die Haut ins Körperinnere und entfalten dort ihre Wirkung. Eine andere Form ist die sogenannte Raumbeduftung. Und es gibt Pillen, die nach der Einnahme im Körper ein Aroma entfalten - Kapseln mit Eukalyptusöl zum Beispiel, die bei Erkältungen helfen sollen. Generell gilt: Werden ätherische Öle therapeutisch eingesetzt, ist es Voraussetzung, dass der Patient diese positiv empfindet. Lehne man die Therapie ab, würde einem die Psyche trotz gut gewählter Öle einen Strich durch die Rechnung machen.

Weihrauch zur Wunddesinfektion

Wie wirken bestimmte Öle konkret? Mit Weihrauch zum Beispiel seien schon in alten Zeiten Wunden desinfiziert worden. Myrrhe-Tropfen könnten bei Pilzinfektionen im Darm helfen. Ätherische Öle aus Nelke wiederum erzielten in vielen Fällen eine schmerzlindernde Wirkung. Und Sandelholzduft könne den Körper bei der Wundheilung unterstützen. Aufgetragen auf die schmerzenden Stellen an Stirn und Schläfe soll Studien zufolge zehn-prozentiges Pfefferminzöl Spannungskopfschmerzen reduzieren - und in seiner Wirksamkeit hier mit bekannten Wirkstoffen wie Paracetamol und Acetylsalicylsäure vergleichbar sein.

Doch es geht nicht nur um körperliche Probleme: Vor allem bei Angststörungen, Depressionen und Schlaflosigkeit habe sich eine Aromatherapie in vielen Fällen bewährt. Im Labor habe sich gezeigt, dass Duftstoffe im Lavendelöl im Gehirn auf die gleichen Rezeptoren wirken wie Schlafmittel. Dabei hat er allerdings eher leichtere Beschwerden im Blick: Bei ganz massiven Störungen wirkt eine Aromatherapie in aller Regel nicht.

Behandlung durch Personen vom Fach

Wer die Aromatherapie ausprobieren möchte, sollte sich von einem auf Naturheilverfahren spezialisierten Arzt oder Heilpraktiker oder einem Aromatherapeuten beraten lassen. Es sei generell zielführend, Düfte einzusetzen, mit denen der Patient angenehme Erlebnisse verbindet. Ganz wichtig: Das ätherische Öl sollte immer in der richtigen Verdünnung angewendet werden. Als Badezusatz sollte ätherisches Öl niemals pur in die volle Badewanne gegeben werden - die Folge davon könnten Hautreizungen sein. Bei Massagen kommt das ätherische Öl niemals unmittelbar auf die Haut, sondern wird mit Trägerölen - Mandelöl zum Beispiel - verdünnt.

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