Präsentismus: Besser nicht krank zur Arbeit

Trotz Husten, Schnupfen und womöglich Fieber ins Büro? Immer öfter gehen Arbeitnehmer krank arbeiten. Präsentismus heißt dieses Phänomen, und ist nicht nur für Betroffene schlecht sondern auch für die Kollegen eine Gefahr.

Jedes Jahr steht man vor der Wahl: gehe ich mit Halskratzen, Husten, Schnupfen & Co arbeiten oder bleibe ich lieber zuhause? Rund ein Fünftel aller Arbeitnehmer entscheidet sich dann krank zur Arbeit zu gehen, mit der Folge dass sich ihre Viren weiterverbreiten. Gerade während der Grippewelle oft eine schlechte Idee.

Verschiedene Ursachen

Dieser Präsentismus hat dabei viele Ursachen: einerseits spielt die Sorge um den Job eine Rolle – viele Arbeitnehmer sind in prekären Verhältnissen beschäftigt und diese fürchten dann einen Jobverlust, wenn sie sich krank melden. Andererseits möchten viele auch nicht zu viel Arbeit zusammenkommen zu lassen. Meldet man sich krank muss ein Kollege einspringen, auch das wollen viele vermeiden. Wieder andere Firmen bieten Mitarbeitern Boni, wenn man keine oder sehr wenige Krankenstandstage hat – auch das begünstigt den Präsentismus.

Mit gutem Beispiel voran

Häufig ist auch die Führungskraft selbst Schuld am Präsentismus: Kommt diese krank in die Arbeit, tendieren Mitarbeiter auch dazu, sich krank an den Arbeitsplatz zu schleppen.

Lieber zu Hause bleiben

Gerade wenn man Kollegen anstecken kann, man Krankheiten verschleppen kann oder das Unfallrisiko im Job steigt, bzw. Fehler im Job schwere Konsequenzen nach sich ziehen können, sollte man lieber daheim bleiben.


Perspektivenwechsel statt schlechtes Gewissen

Wer sich schwer tut daheim zu bleiben und mit einem schlechten Gewissen kämpft, der sollte sich folgendes vorstellen: Was wäre, wenn ein Kollege oder eine Kollegin niesend und kränkelnd in der Arbeit erscheint? Man wäre gar nicht erfreut oder gar genervt, weil man fürchtet angesteckt zu werden. Daher lieber im Zweifel im Bett bleiben!

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