Ab in die Sonne - Gesunder Genuss mit Vernunft

Die Sonne ist unser Lebenselixier! Ihre Wärme und Licht sind mitverantwortlich für das allgemeine Wohlbefinden. Die Sonne regt den Stoffwechsel an und ist für die Bildung von Vitamin D und das Immunsystem von Bedeutung. Um all die wohltuenden Aspekte genießen zu können, muss man sich jedoch vernünftig und gut geschützt der UV-Strahlung aussetzen.

 

Sonnenseiten auskosten

  • Stimmungsmacher: Im Sommer ist die Konzentration des „Glückshormons“ Serotonin höher als im Herbst oder Winter. Serotonin ist ein Stoff, der Wohlbefinden und Glücksgefühle hervorruft. Bei Sonne beschleunigt unser Körper die Serotoninproduktion. Wenn diese in der dunklen Jahreszeit nachlässt, neigen manche Menschen eher zur saisonal abhängigen Depression (SAD).
  • Gesteigertes sexuelles Verlangen: Mehr Serotonin, weniger vom Schlafhormon Melatonin und mehr Testosteron bedeuten Steigerung der Libido. So hat die Sonne auch eine erregende Wirkung. Bei Hitze werden auch die Sexualorgane besser durchblutet.
  • Vitamin D-Bringer: Gesunde und stabile Knochen brauchen ausreichend Vitamin D, das zu 90 Prozent durch Sonnenbestrahlung gebildet wird. Vitamin D sorgt dafür, dass unser Körper, das für die Knochen so wichtige Kalzium aufnimmt. Es hat auch positive Wirkung auf die Muskulatur und das Immunsystem. Damit genügend Vitamin D gebildet wird, soll man Hände, Arme und Gesicht mindestens drei Mal pro Woche 15 bis 25 Minuten der Sonne auszusetzen. Mit dem Arzt besprechen, ob man in den Wintermonaten oder überhaupt Vitamin D zuführen soll.
  • Herzgesund: Sonne erweitert die Blutgefäße und dadurch sinkt der Blutdruck. Forscher an der Universität Edinburgh fanden heraus, dass Sonnenlicht auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken kann.
  • Rheumabeschwerden bessern sich: Viele Menschen mit rheumatischen Erkrankungen fühlen sich bei trockenem und warmem Wetter viel besser als an feuchten und kalten Tagen. Manche Patienten können in der warmen Jahreszeit Medikamente reduzieren.
  • Weniger Schübe bei Multipler Sklerose: Es ist erwiesen, dass bei Patienten mit Multipler Sklerose bei hoher natürlicher UV-Strahlung, die Wahrscheinlichkeit für einen Schub sinkt. Auch bei Schuppenflechte wurde ähnliches beobachtet.

Sich vor den Schattenseiten schützen

Man unterscheidet in unseren Breiten vier Sonnentypen, die eine Eigenschutzzeit von rund vier bis 40 Minuten, haben. Aber auch während dieser Zeit setzen schon Prozesse ein, die die Hautalterung beschleunigen. Daher sonnenexponierte Stellen immer mit Sonnenschutzpräparaten schützen. Mit der Sonnencreme nicht sparen! Hier einige Tipps rund um den gesunden Genuss von Sonne:

  • Sonnenschutzmittel sollten eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad im Schatten aufgetragen werden. Beim Eincremen auch Nase, Ohren, Fußrücken, Glatze und Schultern nicht vergessen. Für den gesamten Körper werden drei Esslöffel Sonnenschutzmittel empfohlen. Auch wasserfeste Sonnenschutzmittel sollten nach dem Baden und Abtrocknen oder bei starkem Schwitzen erneut aufgetragen werden. Wichtig: Erneutes Eincremen stellt nur den Schutzlevel des Produkts sicher, verlängert aber nicht die „erlaubte“ Sonnenzeit“!
  • Kinder brauchen extremen Schutz, weil ihre Haut dünner und der Eigenschutz noch nicht so ausgeprägt ist. Daher mit Hut, Hemd, Hose und eingecremt in die Sonne! Unter einem Jahr sollte man den Nachwuchs kaum der direkten Sonne aussetzen. Jeder Sonnenbrand in der Kindheit erhöht das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter.
  • Die Strahlungsintensität kann durch Reflexion an glatten Oberflächen, wie Wasser oder Schnee, verdoppelt werden. Die Strahlungsintensität nimmt mit steigender Seehöhe zu. Einen Meter unter Wasser beträgt die Strahlenintensität von UVB noch 43 Prozent und von UVA 77 Prozent.
  • Nicht mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr inklusive Solarium. So lautet die Empfehlung von Ärzten. 
  • Auch im Schatten oder an einem bewölkten Tag kann man einen Sonnenbrand bekommen, die UV-Strahlung beträgt dann bis zu 50 Prozent des Normalwerts.
  • Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung schützen: Es können sich beim Braten in der Sonne die Blutgefäße im der Hirnhaut erweitern. Der Kopf wird rot und schmerzt, es stellt sich Übelkeit und Schwindel ein, man spricht von einem Sonnenstich. Besonders Männer mit schütterem Haarwuchs, Senioren und Kinder sind gefährdet. Immer Kopfbedeckung tragen. 
  • Die Mittagssonne meiden: Gönnen Sie Ihrer Haut in der Zeit von 11 bis 15 Uhr eine Mittagspause.
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