Experten warnen vor Blitzschlag am Berg

Gewitter in den Bergen sind sehr gefährlich.

Experten aus dem Bereich der alpinen Sicherheit und der Blitzforschung sind sich einig, dass eine exakte Tourenplanung das beste Mittel ist, um im alpinen Gelände nicht von Gewittern und Blitzen überrascht zu werden. "Dazu gehört es, sich zwei bis drei Tage vorher den Wetterbericht anzusehen", erklärte der Präsident des Kuratoriums für Alpine Sicherheit, Peter Paal.

Auch den Zeitraum des Bergausfluges stollte man genau planen. Ratsam ist es jedenfalls bis Mittag in der Schutzhütte zu sein. Vor allem im Sommer sollte man zeitig anfangen. Statistisch gesehen, passiere ab Mittag am meisten, so die Experten.  Generell gilt: nicht nur im Vorfeld den Wetterbericht zu lesen, sondern auch die aktuellen Entwicklungen im Auge zu behalten. Beispielsweise gibt es eine App, bei der alle aktuellen Gewitter angezeigt werden. Auf dem Berg ist es also wichtig, neben einer ausgiebigen Vorab-Information in Bezug auf das Wetter, "offline und online" zu beobachten. Falls am Berg Internet vorhanden ist, sollte man die Entwicklungen via App im Blick behalten und auch das Himmelsbild ganz genau beobachten. Bei verdächtigem Himmelsbild oder gar bei Donner sollte man die Tour abbrechen und schnellstmöglich Schutz suchen, empfehlen die Experten. Dazu eignen sich sowohl eine Hütte oder auch das eigene Auto. Besonders gefährlich ist es bei Gewittern in den Klettersteigen. Dort wird es schon gefährlich, wenn es regnet. Man muss sich auch bewusst sein, dass die Metallanlagen bei einem Klettersteig Strom leiten. Im Falle von Gewitter und Blitzen sollte man weg von allen Metallen. Trotz der vorhandenen technischen Mittel und den an sich einfachen Regeln komme es aber immer wieder zu Leichtsinn. Man muss sich da einfach klar machen, dass der Berg keine Spielweise oder Sporthalle ist. Die Gefahren am Berg würden oft zu wenig wahrgenommen. Nicht nur Touristen, die womöglich die Links nicht kennen, unter denen man sich lokal über die Wettersituation informieren kann, sondern auch die Einheimischen vernachlässigen es, sich vorher zu informieren. Die Haltung, dass man die Tour ohnehin gut kennt, kann zu Leichtsinnigkeit führen.  In den vergangenen Tagen war es vermehrt zu Verletzungen durch Blitzschläge gekommen. Am vergangenen Freitag wurden vier Personen durch einen Blitzschlag auf einem Klettersteig in Oberösterreich zum Teil schwer verletzt. Tags zuvor traf ein Blitz im Tiroler Bezirk Reutte einen 61-jährigen Wanderer aus Deutschland.

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