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Hepatitis C: Vorsicht bei Blut

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Doz. Dr. Andeas Maieron

Hepatitis C ist eine Leberentzündung, die meistens chronisch wird und im Laufe der Zeit zu schweren Leberschäden führen kann, darunter Leberzirrhose und Leberkrebs. Gegen Hepatitis C gibt es – im Gegensatz zu Hepatitis A und B – derzeit noch keine Impfung, da der Erreger sehr anpassungsfähig ist (Mutation). Während Hepatitis A vornehmlich fäkal-oral (Fäkalien) und Hepatitis B durch praktisch alle Körperflüssigkeiten übertragen wird, erfolgt die Ansteckung bei Hepatitis C ausschließlich durch Blut und Blutprodukte. Da gibt es gute Möglichkeiten, sich zu schützen, z.B. die Verwendung von Einweg-Handschuhen, wenn man die Wunde einer anderen Person versorgt. Wer mit einer Hepatitis C infizierten Person zusammenlebt, sollte außerdem niemals Nagelscheren, Nagelfeilen, Zahnbürsten oder andere Gegenstände teilen, an denen winzige Blutspuren haften könnten. Klassische Risikogruppen für Hepatitis C sind: medizinisches Personal (Nadelstiche); Dialyse-Patienten; Personen, die sich Drogenbesteck teilen (auch beim nasalen Konsum); Personen, die verletzende Sexualpraktiken anwenden sowie Personen, die vor 1990 Blutspenden erhalten haben oder Plasmaspenden waren, denn erst in diesem Jahr ist das Hepatitis-C-Virus entdeckt worden. Seither wird rund ums Spenden von Blut- und Blutprodukten jeder Einzelfall streng geprüft.
 
Doz. Dr. Andeas Maieron, Facharzt für Innere Medizin und Spezialist für Hepatologie im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz.

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